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FACTS MYSTERY SHOPPING Kaffeeservice 9/2018

Kategorie: Aktuelle Ausgabe

Kaffeecheck durch die Hintertür

Wir alle ahnen es, die Experten wissen es: Die Energiekosten werden weiterhin steigen. Der einzige Weg aus dieser Not geht über stringente Effizienzmaßnahmen. Doch die dafür erforderlichen Ausgaben erweisen sich für viele mittelständische Unternehmen als eine schwere Bürde – zumal sie selten in den Genuss der vielen Vergünstigungen und Ausnahmeregelungen kommen.

Die Vorgeschichte ist schnell erzählt: Eine FACTS-Mitarbeiterin erhielt eine Mail vom Käuferportal, ob der Verlag an einem Kaffeeservice interessiert sei. FACTS nutzt bereits seit Langem den Dienst von coffee at work, doch es kann ja nicht schaden, seine Lieferanten von Zeit zu Zeit zu vergleichen, auch wenn man vollkommen zufrieden ist. Also wurde das Käuferportal aufgesucht. Hier bekommt man nur ein Angebot, wenn man seine Daten eingibt – im Anschluss an Name, Firma, Telefonnummer und E-Mail-Adresse werden Informationen zum Kaffeekonsum abgefragt –, das hat die FACTS-Mitarbeiterin getan. Das erwartete Vergleichsangebot blieb jedoch aus, stattdessen meldeten sich direkt am nächsten Tag zwei Anbieter, die einen Termin vereinbaren wollten, um ihre Vollautomaten vorzustellen: Kaffee Partner und coffee perfect. Nun gut, den Vergleich hatte sich das FACTS-Team zwar weniger aufwendig vorgestellt, doch wenn es schon so lästig sein muss, soll eben ein Bericht daraus entstehen, damit auch die FACTS-Leser etwas davon haben.

Mit coffee at work hat FACTS durchweg positive Erfahrungen gemacht. Das Außergewöhnliche an dem Angebot ist die Vertragsfreiheit: Die Maschine wurde aufgestellt und wird wieder abgeholt, sobald man sie nicht mehr nutzen möchte. Zudem kommt einmal im Monat ein freundlicher Servicetechniker vorbei, der die Maschine auf die Hygiene hin überprüft. Kosten fallen weder für die Maschine noch für den Service an, sondern nur für den Verbrauch. FACTS hat eine monatliche Kaffeeflatrate für 1.000 Portionen vereinbart und bezahlt dafür 360 Euro. Die Möglichkeit, jederzeit auf Knopfdruck gute, frisch gebrühte Kaffeespezialitäten zu bekommen, schätzen alle Kaffeetrinker bei FACTS. Ob andere Anbieter das wohl noch besser machen?

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Die Redakteure listeten vorbereitend für die Termine mit den Vertretern von Kaffee Partner und coffee perfect den aktuellen Bedarf auf, der mit der Bestandsmaschine und dem Service voll und ganz abgedeckt wird, zusätzliche Wünsche hatten die FACTS-Mitarbeiter nicht: Die Kaffeetrinker im Verlag verbrauchen mehr als 20 Tassenfüllungen am Tag, hinzu kommen vier bis sechs Kannen pro Woche, die auf den Tisch gestellt werden, wenn Besuch kommt, deshalb ist eine Kannenschaltung wichtig. Das macht insgesamt mindestens 700 Portionen pro Monat. Für heißes Wasser nutzt die FACTS-Teefraktion grundsätzlich den Wasserkocher, es reichen also verschiedene Kaffeesorten plus Kakao. Weil es immer Probleme geben kann, wenn sich viele Menschen um eine Sache kümmern oder wenn die eine zuständige Person abwesend ist, legt FACTS Wert auf einen Festwasseranschluss sowie die einfache Reinigung der Maschine und nutzt Milchpulver statt Frischmilch – diese vorbeugenden Maßnahmen führen zu besserer Hygiene ohne besonderen Aufwand. Ein Bezahlsystem, wie es jeder Vermieter als Option anbietet, benötigt FACTS nicht, denn der Kaffee steht den Mitarbeitern im Verlag umsonst zur Verfügung.

ERSTER TERMIN

Zuerst kam ein Mitarbeiter von Kaffee Partner. Er hob gegenüber der Bestandsmaschine von coffee at work hervor, dass die Geräte seines Unternehmens selbst entwickelt und hochmodern seien, man könne sie kundenspezifisch konfigurieren. Die verschiedenen Multibona-Maschinen sehen tatsächlich sehr schick aus, bei Bedarf sind sie mit Unterschrank erhältlich. Grundsätzlich würde bei dem angeführten Bedarf die kleinste Maschine „miniBona“ oder die um 
60 Euro teurere „miniBona 2“ mit Touchscreen reichen, doch eine Kannenschaltung bieten beide nicht. Dafür wäre direkt das große Modell „multiBona 3“ fällig. Der in der monatlichen Miete von 99 bis 240 Euro je nach Modell enthaltene Service umfasst die Einrichtung, die Wartung sowie das Bereitstellen von Ersatz- und Verschleißteilen. Kaffee kann man selbst kaufen oder bei Kaffee Partner beziehen. Die Preise dafür bleiben allerdings geheim, bis man sich als Kunde im Shop angemeldet hat.

Die Gunst der Stunde nutzte der Vertreter, um zu versuchen, noch einen Hightech-Wasserspender an den Mann zu bringen, der 
60 Liter Wasser pro Stunde kühlt und über eine CO2-Flasche im Unterbau bei Bedarf mit Kohlensäure versorgt. Die Miete für Gerät mit Unterschrank und Service beträgt 128,20 Euro, als Aktionspreis 108,20 Euro. Das Argument, dass man sich nicht mehr um Kistenschleppen und Leergutmanagement kümmern muss, ist sicher richtig. Doch wenn man bedenkt, dass man für die Miete im Getränkemarkt sicherlich 400 Flaschen Mineralwasser bekommt, scheint der Komfort doch sehr kostspielig – und danach hatte FACTS ja auch gar nicht gefragt.

ZWEITER TERMIN

Der Vertreter von coffee perfect verschob den vereinbarten Termin zweimal, aber rechtzeitig genug, sodass bei FACTS keine Probleme entstanden. Er betonte, dass bei seinen Maschinen das Wasser vorab dreistufig 
gefiltert und gekocht wird, bevor es mit dem Kaffeepulver in Berührung kommt. Er empfahl für die angegebene Menge das Modell 
„C327 Start“ oder – mit Kannenschaltung – 
das 120 Euro teurere Modell „C425 Pro“. Auch diese Maschinen sehen mit ihren großen Symbolen ansprechend aus und sie lassen sich ebenfalls individuell programmieren. Über ein Telemetriemodul messen sie den Füllstand und bestellen automatisch nach, sofern man den Kaffee über coffee perfect bezieht – für wie viel Geld, erfährt man bei Vertragsabschluss. Ein separates Frischmilchmodul kann optional ergänzt werden, ebenso ein Tassenwärmer oder ein Becherspender sowie verschiedene Unterschränke. Alternativ zum Festwasseranschluss gibt es ein Pumpe-Tank-System. Eine Portion kostet laut Mitarbeiter von coffee perfect – ohne den Kaffee, wohlgemerkt – 24 bis 30 Cent.ieser Vertreter bot ebenfalls einen Wasserspender an, von der Funktionsweise schlichter eine Art Soda-Streamer,der Leitungswasser FCKW-frei mit Kohlensäure anreichert. Hierzu gab es keinen Preis, sondern das Gerät sollte die Zugabe bei einem Vertragsabschluss sein. Dazu erwartete er bei dem Termin mit FACTS noch gar keine Zusage, sondern er vereinbarte einen weiteren Termin, zu dem er eine Maschine mitbringen und mit allen Schikanen vorführen wollte.

Beide Anbieter arbeiten rösterunabhängig: Man kann den Kaffee kaufen, den man am liebsten haben möchte – ganz billig, Fair Trade, Bioqualität, wie auch immer. Beide bieten auch die Lieferung von Kaffee in – Zitat – „Gastronomiequalität zu Großhandelspreisen“ an. Bei coffee at work ist der Kaffee im Gesamtpaket enthalten, doch es steht eine breite Auswahl an Sorten zur Verfügung.

VERGLEICH

Der Wunsch nach der Kannenschaltung erweist sich bei Kaffee Partner und coffee perfect im Fall von FACTS als echter Preistreiber: Die Miete beträgt gleich mindestens das Doppelte im Vergleich zu einer Maschine ohne diese Option. Da drängt sich die Überlegung auf, ob man für die Befüllung der Thermoskannen nicht einfach eine normale Filterkaffeemaschine für wenige Euro hinstellt und für den alltäglichen Service die kleinere Variante wählt – doch warum sollte man sich dann überhaupt für einen Dienstleister entscheiden, wenn man ihn nur für die Hälfte nutzt? FACTS jedenfalls möchte nicht zweigleisig fahren. 

coffee at work bietet den Vorteil, dass man keinen Vertrag abschließt, sondern man die Maschine jeden Tag abholen lassen kann, wenn man den Service nicht mehr nutzen möchte. Das war vor mehreren Jahren der Anlass für die FACTS-Redaktion, es einmal auszuprobieren – und sie ist dabei geblieben. Das wird sie auch jetzt, nachdem die Vergleichsangebote vorgestellt wurden. Denn wenn man auf die Mieten die Verbrauchskosten aufschlägt, schneidet coffee at work sehr gut ab: Neben der Bereitstellung der Maschine mit Kannenschaltung und dem Service beinhaltet die Flatrate auch die „Verbrauchsmaterialien“, also den Kaffee und das Milchpulver für bis zu 1.000 Tassen im Monat. Wenn alles inklusive ist, lohnt es sich, ruhig ein Tässchen mehr zu trinken. Gerade führt coffee at work übrigens eine neue Maschine mit Touchscreen ein. Das Argument mit der veralteten Technik ist damit vom Tisch. Doch das ist eigentlich Nebensache, denn den Kaffeetrinkern bei FACTS ist es am wichtigsten, dass der Kaffee schmeckt und bezahlbar ist.

 

 

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FACTS BLEIBT TREU: Nach dem Check verschiedener Kaffeeserviceanbieter bleibt FACTS überzeugt vom bewährten Anbieter coffee at work.

 

 

 INFO

Die Tabelle zeigt die Angaben, wie sie die Vertreter im Gespräch gemacht haben, ergänzt um Informationen aus den ausgehändigten Prospekten. Im Fall von coffee at work sind es die Werte aus dem bestehenden Geschäftsverhältnis.

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*Der Preis für frei erhältliche Verbrauchsmaterialien im Fall von Kaffee Partner und coffee perfect ist natürlich abhängig vom eigenen Einkauf und von der gewählten Qualität. FACTS hat für die 700 Portionen pro Monat folgende Werte zur Berechnung zugrunde gelegt:

6 kg Kaffee = 84 Euro
6 kg Milchtopping = 42
Euro 1 kg Kakaopulver = 6 Euro
--------------------------------------
                                     = 132 Euro

Bei coffee at work ist der Preis fix, egal ob 700 oder 1.000 Tassen getrunken werden.

 

 FAZIT

Preislich nehmen sich die Anbieter unterm Strich eigentlich nichts – es sei denn, der Verbrauch steigt. Dann bleibt der Preis bei coffee at work noch 300 Portionen lang stabil, während er bei den anderen sofort ansteigt. Dass sich FACTS für den Service von coffee at work entscheidet, liegt daran, dass keine Vertragsbindung zugrunde liegt, jedwede versteckte Kosten damit ausgeschlossen sind, die Maschine erfahrungsgemäß leicht zu reinigen ist, dennoch monatlich ohne Aufforderung ein Hygienecheck erfolgt – und weil letztlich alle Mitarbeiter mit dem Kaffee sehr zufrieden sind. Deshalb bleibt FACTS coffee at work treu.

Anja Knies

 

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 Fotos: shutterstock

 
 
 
 

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