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FACTS-SERIE Digitalisierung 2-3/2018

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FACTS-SERIE Digitalisierung 2-3/2018

Vermittler zwischen zwei Welten

Die im Zuge der digitalen Transformation entstandenen Arbeitsweisen stellen Anbieter im Outputmarkt vor neue Herausforderungen – Themen wie Datenschutz, Mobilität und reibungslose automatisierte Abläufe nehmen an Bedeutung zu. Im Rahmen der FACTS-Serie „Bereit für die Digitalisierung“ erläutert Hartmut Rottstedt, Geschäftsführer der Lexmark Deutschland GmbH, wie das Unternehmen seine Kunden dabei unterstützt, Medienbrüche zu überwinden, indem es eine Brücke zwischen analogen und digitalen Formaten schlägt.

 

Rottstedt

 

„Der Ansatz von Lexmark ist es, den Medienbruch, den es in allen Unternehmen gibt, zu überwinden. Unsere Systeme ermöglichen es den Anwendern, vom analogen Format in die digitale Welt zu gehen, wiederum aber auch, digitale Informationen auf dem Drucker zu reproduzieren, um sie dann zu verarbeiten.“

Hartmut Rottstedt, Geschäftsführer der Lexmark Deutschland GmbH

 

 

FACTS: Lexmark stellt im Rahmen eines neuen Marktauftritts ein erweitertes Angebot an Unternehmenssoftware, Hardware und Managed Print Services bereit. Können Sie Näheres dazu sagen?

Hartmut Rottstedt: In der Tat tritt Lexmark mit neuen Ansätzen auf, was durch ein neues Logo zum Ausdruck kommt. Die grüne Blende, die sich öffnet – statt wie bisher der rote Diamant –, steht für erhöhte Kundenfokussierung. Die Farbe Grün unterstreicht die Wichtigkeit der sozialen Verantwortung, insbesondere des Umweltschutzes, bedeutet aber auch Leben, Aufbruch und Neubeginn: Dies sind alles Gründe, weshalb sie von unserem Marketing weltweit gewählt wurde.

Das erweiterte Angebot stützt sich auf drei Säulen. Die erste besteht aus Outputhardware, vor allem Multifunktionssystemen, die Unternehmen dabei helfen sollen, Medienbrüche zu eliminieren. Eine ausgeklügelte Sicherheit, die das Drucken mit Lexmark Systemen gefahrlos gestaltet, stellt die zweite Säule dar. Und schließlich tragen wir mit der dritten Säule, unseren Managed Print Services, der Nachfrage des Markts Rechnung, indem wir für den Kunden das alles übernehmen, worum er sich nicht mehr selbst kümmern will: Toner bestellen und die Systeme administrieren. Nun kann er dies alles in die Hände von Lexmark oder eines Lexmark Partners legen.


FACTS: Eins möchten wir für unsere Leser doch klären. In den vergangenen Jahren hat sich Lexmark im Bereich Software stark engagiert und in diesem Sektor Unternehmen gekauft. Nun soll eine Kehrtwende stattfinden und der Schwerpunkt wie ursprünglich auf dem Outputgeschäft liegen. Dies hat auf den ersten Blick mit dem derzeit alles beherrschenden Thema Digitalisierung eher wenig zu tun …

Rottstedt: Aber nur auf den ersten Blick. Nach der Vollendung der Übernahme durch APEX Ende 2016 gab es bei Lexmark die Überlegung, das Unternehmen neu auszurichten und sich wieder auf Outputsektor und -technologie zu konzentrieren – allerdings um ein ganzes Stück reicher an Wissen und Erfahrung im Softwarebereich. Viele Lösungen gehören immer noch zu unserem Portfolio und werden in unseren Systemen eingesetzt. Auch sind uns viele Partnerschaften aus dieser Zeit erhalten geblieben, wie etwa mit Kofax. Zudem streben wir zusätzliche Kooperationen an oder haben gerade welche geschlossen.


FACTS: Der Exkurs in die Softwarewelt war also positiv?

Rottstedt: Auf jeden Fall, denn Software ist als Differenzierungsmerkmal absolut wichtig. Lediglich Hardwaregeschäft zu betreiben reicht heutzutage definitiv nicht aus, um sich als Hersteller Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.


FACTS: Und wie sieht das gesamte Angebot von Lexmark im Bereich der Digitalisierung aus?

Rottstedt: Das Digitalisierungsbestreben steht bei unseren Kunden ganz hoch auf der Agenda. Unser Ansatz ist es, den Medienbruch, den es in allen Unternehmen gibt, zu überwinden. Es werden nach wie vor papierbasierte Informationen ausgetauscht. Teilweise wird die Papierform von gesetzlichen Auflagen zwingend vorgeschrieben. Unsere Systeme ermöglichen es den Anwendern, vom analogen Format in die digitale Welt zu gehen, wiederum aber auch, digitale Informationen auf dem Drucker zu reproduzieren, um sie dann zu verarbeiten. Wir sehen uns sozusagen als Vermittler zwischen den zwei Welten.


FACTS: Lexmark ist kürzlich vom IT-Marktforschungs- und Beratungsinstitut IDC im Rahmen seiner Studie „IDC MarketScape“ zum Thema Druck- und Dokumentensicherheit als einer der Marktführer eingestuft worden. Wie antwortet Lexmark auf die aufgrund der digitalen Transformation gestiegenen Anforderungen von Datenschutz und -sicherheit?

Rottstedt: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stellt in Deutschland tatsächlich ziemlich hohe Anforderungen. Diesen kommt Lexmark voll und ganz nach. Unsere Produkte erfüllen sie im Standard. Das Sicherheitskonzept ist mehrschichtig. So stellen wir die mehrfache Verschlüsselung der Festplatten sicher. Wichtig: Daten werden nicht nur während der Übertragung verschlüsselt, sondern auch, wenn sie nicht zentral zur Verfügung stehen. Werden bei Kunden Systeme abgebaut, entfernt Lexmark die Festplatten und vernichtet sie. Weitere Maßnahmen betreffen die interne Sicherheit wie etwa die Zugangsbeschränkung durch Authentifizierung der Anwender am MFP oder die absolute Trennung von Faxleitung und Netzwerkschnittstellen sowie die Deaktivierung aller ungenutzten Ports. Gefragt sind ganzheitliche Sicherheitskonzepte, die nicht zuletzt auch unternehmensinterne Gefahrenquellen berücksichtigen und helfen, das Bewusstsein der Mitarbeiter für solche Bedrohungen zu schärfen.


FACTS: Umweltschutz und soziale Verantwortung sind wirtschaftsweit zunehmend wichtiger werdende Themen und stellen, wie Sie anfangs sagten, die dritte Säule des Lexmark Angebots dar. Was soll man sich konkret darunter vorstellen?

Rottstedt: Ein zentraler Baustein unserer Umweltstrategie ist die Zertifizierung „Blauer Engel“. Wir verfügen über ein eigenes Labor in Lexington, das sämtliche Geräte nach den Blauer-Engel-Richtlinien und -Programmbedingungen testet. Die Systeme werden stets nach den neuesten Vergabegrundlagen, inzwischen nach der verschärften Richtlinie RAL-UZ 205, zwecks Vergabe des Umweltzeichens geprüft – seit dem 1. Januar 2018 stellt die neue Leitlinie strengere Anforderungen an Geräte und Hersteller. Mit mehr als 150 zertifizierten Systemen ist Lexmark Spitzenreiter in diesem Bereich. Darüber hinaus ist Kreislaufwirtschaft für uns ein ganz wichtiger Punkt. Bereits seit 15 Jahren bieten wir das Lexmark Cartridge Collection Programm (LCCP) an: Wir nehmen sämtliche leergedruckte Kartuschen zurück, um sie zu recyceln, Reststoffe umweltverträglich zu entsorgen oder anderweitig einzusetzen. Beispielsweise wird in Nordamerika Resttoner zusammen mit anderen Ingredienzien zu Asphalt für Straßen verarbeitet. Dieses sogenannte TonerPave soll sogar bessere Eigenschaften aufweisen als herkömmlicher Asphalt. Und wussten Sie, dass 92 Prozent der zurzeit von Lexmark verkauften Tonerkassetten Komponenten beinhalten, die aus rückgeführten Kartuschen stammen? Nicht zuletzt zeigt sich auch Lexmark bei der Weiterverwendung von gebrauchtem Papier innovativ. Dieses wird zu Pappmachee umfunktioniert und dient als Verpackung für Drucker.


FACTS: Wie sehen Sie die Positionierung von Lexmark im Markt?

Rottstedt: Wenn Sie sich die aktuellen IDC-Zahlen anschauen, dann sehen Sie, welche positive Entwicklung wir hingelegt haben. Wir können mit extrem erfreulichen Zahlen aufwarten und wachsen in allen Segmenten. Glücklicherweise befinden wir uns in einem solventen Markt, denn es wird weiterhin viel gedruckt.


FACTS: In der Tat hat Lexmark 2017 ziemlich viele Neuheiten – sowohl im Bereich der Hardware als auch der Software – vorgestellt. Wie sieht es im kommenden Jahr aus? Werden Sie dieses Tempo beibehalten?

Rottstedt: 2017 war für uns ein sehr bedeutendes Jahr: neue Orientierung, neue Produkte. So haben wir die SMB-Linie eingeführt, die aus Geräten mit sehr günstigen Einstiegskonditionen besteht und sich somit für mittelständische Unternehmen besonders eignet. Darüber hinaus gab es einen Launch der A3-Flotte*. Alle diese Neuheiten sowie zahlreiche Maßnahmen und unser Erfolg bei Enterprise-Kunden haben zu einer überaus positiven Marktanteilsentwicklung für Lexmark geführt. Um Ihre Frage zu beantworten: Ja, es geht auf jeden Fall weiter.


FACTS: Sie bangen also nicht um die Zukunft, auch mit Blick auf Big Data?

Rottstedt: Keinesfalls. Es wird zwar prozentual etwas weniger gedruckt. Doch aufgrund des stetigen Anstiegs der produzierten Datenmenge bleibt unserer Einschätzung nach die absolute Zahl der Ausdrucke relativ stabil. Denn viele Daten und Dokumente, die nun digital zur Verfügung stehen, wie etwa Verträge und Ähnliches, müssen erneut ausgedruckt werden.


FACTS:  Welche Entwicklungen sind Ihrer Meinung nach demnächst zu erwarten?

Rottstedt: Nach wie vor bleiben smarte Multifunktionssysteme, die Medienbrüche eliminieren, für Anwender einfach zu bedienen sind und dafür sorgen, dass die Daten die Richtigen erreichen, ein zentrales Thema. Mobiles Drucken sowie das Drucken aus der Cloud – beim Letzteren wird sich mit Blick auf die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) einiges tun – erweisen sich ebenfalls als nachhaltige Trends sowie Entwicklungen, die in diesen Bereichen für bestmögliche Datensicherheit sorgen. Und schließlich werden durchdachte Servicekonzepte, die erlauben, den Workflow zu verbessern und dabei die Druckkosten im Griff zu behalten und transparent zu gestalten, künftig weiterhin ausgebaut. Wir bei Lexmark warten mit einem weltweit einheitlichen Managed-Print-System auf, das sogar in der Lage ist, mögliche Schäden an den Geräten vorauszusagen. Unsere Maschinen sind jeweils mit circa 100 Sensoren ausgestattet, die alle erdenklichen Daten an eine zentrale Instanz – einen Server – melden, sodass man sehen kann, ob bei einem System, das sich beim Kunden befindet, irgendwann in den nächsten Tagen, Wochen oder gar Monaten ein Defekt eintreten wird. Dann kann man sofort intervenieren. Aufgrund solcher Predictive Services hilft Lexmark Unternehmen dabei, Kosten einzusparen, indem Ausfälle vermieden werden, und gewährleistet schließlich durch optimiertes Monitoring eine jederzeit hohe Verfügbarkeit der Flotte.

Graziella Mimic

 

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A3-SERIE CX920: „Dank einfacher Handhabung und zahlreicher nützlicher Funktionen und Optionen erweisen sich die Systeme im Profieinsatz als ideales Werkzeug für einen optimierten Dokumentenworkflow“, fand der FACTS-Test heraus.

 

 

 

  

 

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