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FACTS TITEL Moderne Arbeitswelten 2/2019

Kategorie: Aktuelle Ausgabe

Selbstbestimmung oder seelenlose Schufterei?

Wollen sich Unternehmen die Vorteile der fortschreitenden Digitalisierung zunutze machen, müssen sie neue Geschäftsmodelle für Dienstleistungen und Services entwickeln und brauchen dabei neben leistungsfähigen Technologien vor allem aussagekräftige Kundendaten. Doch gerade hier tun sich vielerorts Abgründe auf, denn in den Datenbeständen der meisten Betriebe herrscht ein unsagbares Chaos.

 

Seit eh und je befindet sich die Arbeitswelt im stetigen Wandel.Führt man sich etwa die extrem harten Zustände in den dunklen Produktionsstätten des 19. Jahrhunderts im Zuge der industriellen Revolution vor Augen, sieht man sofort, wie sich die Arbeitsbedingungen seitdem geändert haben – zum Besseren, versteht sich. Und auch seit den Zeiten, in denen Großfabrikarbeiter ihre eintönigen und zugleich hektischen Tätigkeiten am Fließband verrichten mussten, hat sich in diesem Bereich zum Glück viel getan.

BLOSS AUSFÜHRENDE

Tatsächlich ist es spätestens ab dem ersten Teil des 20. Jahrhunderts so gewesen, dass angelehnt an das Taylor-Modell, das eine Zerlegung der Arbeit in kurze, monotone und repetitive Ablaufabschnitte vorsah, eine standardisierte Vorgehensweise, eine strenge Hierarchie und eine autoritäre Führung die Regel waren – was die Wirtschaft nach dem ersten Weltkrieg in die Lage versetzte, Massenproduktion zustandezubringen. Und wer denkt, dies betreffe nur die Fabrikarbeit, der irrt. Denn die dort angewandten Methoden wurden auf die Büroorganisation übertragen. So löste das „Fließbandbüro“ das zwar patriarchalische und streng überwachte, doch noch nicht auf Arbeitsteilung ausgerichtete Kontor, das Büro des Kaufmanns vor der industriellen Revolution, ab.

Bereits Ende der 60er-Jahre jedoch stellten immer mehr Menschen dieses Modell an den Pranger, mit der Begründung, es sei wenig human. Die Stimmen wurden lauter, die verlangten, Arbeitnehmer sollen nicht bloß Ausführende sein, sondern aufgrund von Freiräumen in ihrem Aufgabenbereich den Arbeitsalltag auch mitgestalten können.

NEUE ÄRA

Dies war der Anfang einer neuen Ära, in der Mitarbeiter zwar etwas Autonomie erlangten, dafür aber gesteigerte Leistung liefern und höhere Identifikation mit ihrem Unternehmen zeigen sollten. Dank des Einzugs neuer Technologien machten es diese Entwicklungen einige Jahrzehnte später möglich, auf inzwischen geänderte Marktbedürfnisse zu reagieren. In der gleichen Zeit, wo Mikroinformatik, Internet und eine Automatisierung vieler Abläufe zu gängigen Arbeitsmitteln wurden, erlaubte es eine neue Organisation der Arbeit, die stets steigenden Erwartungen der Kunden schnell zu befriedigen. Projektmanagement, flachere Hierarchien im mittleren Management und die Erledigung von Aufgaben „just on demand“ verbreiteten sich. Gearbeitet wurde mit Blick auf die Aufträge und nicht mehr ausschließlich auf den Lagerstand. Man lernte es, bestimmte Funktionen im Turnus zu übernehmen. Plötzlich war von flexiblen Arbeitszeiten die Rede.

Mittlerweile überrollt die digitale Transformation Gesellschaft und Wirtschaft in einem nie da gewesenen Tempo. Kein Bereich, der vom Wandel unberührt bleibt. Was die Folgen dieser tiefen Veränderung unserer gesamten Welt angeht, so sind manche bereits seit Jahren erkennbar und prägen unseren Alltag. Andere dagegen bleiben unvorhersehbar oder zumindest nur sehr ungenau darstellbar.

Der digitale Wandel betrifft die gesamte Wirtschaft, doch es gibt deutliche Branchenunterschiede. „Die Digitalisierung trifft die einzelnen Branchen in unterschiedlicher zeitlicher Abfolge und mit unterschiedlicher Wucht“, stellen die Verfasser der von McKinsey 2017 veröffentlichten Kurzstudie „Die Digitalisierung des deutschen Mittelstands“ fest. „Weniger anlagenintensive Branchen beispielsweise sehen sich bereits jetzt deutlich stärker durch digitale Wettbewerber unter Druck gesetzt als solche – wie etwa Fabriken – mit großen physischen Assets (Anlagevermögen).“ 

DEUTLICHE DEFIZITE

Und auch beim Thema Personalgewinnung gebe es eine ungleiche Lage je nach Branche. So falle die mittel- und langfristige Bindung von Fachkräften im Bereich der Digitalisierung insbesondere Unternehmen des Groß- und Einzelhandels schwer. Gründe dafür seien häufig das vergleichsweise wenig attraktive Image mittelständischer Unternehmen sowie ihr Standort. Speziell Betriebe, deren Hauptsitz sich in Städten mit weniger als 300.000 Einwohnern befindet, seien davon betroffen. Vor diesem Hintergrund erweist es sich als umso wichtiger, die bereits vorhandenen Mitarbeiter bei dem Wandel zu begleiten. Doch auch hier macht sich Nachholbedarf bemerkbar. Laut einer im Juli 2017 durchgeführten Google-Umfrage von OpenText, einem Anbieter von Enterprise-Information-Management (EIM), bei der 300 Deutsche im Alter von 18 bis 70 Jahren zum Thema digitale Transformation im Arbeitsumfeld interviewt wurden, fühlen sich Arbeitnehmer nicht ausreichend vorbereitet.

Dieser Erhebung nach seien rund 45 Prozent der Meinung, dass Arbeitgeber ihre Ausbildungspflichten im Hinblick auf die Digitalisierung vernachlässigen. „Vor allem Männer (49 Prozent) finden, dass Unternehmen mehr dafür tun sollten, um Angestellte auf die digitale Zukunft vorzubereiten. Bei den weiblichen Befragten beläuft sich die Zahl auf 36 Prozent“, fanden die Experten heraus. Außerdem wünschen sich 40 Prozent aller Befragten, stärker in technologische Entscheidungen einbezogen zu werden. Neuerungen in digitalen Prozessen sollen klar kommuniziert werden. Höchst bedenklich: 28 Prozent der Interviewten beklagen, dass Arbeitgeber von ihnen erwarten, neue Technologien ohne angemessene Einarbeitung zu nutzen.

Eine Folge dieser Missstände ist, dass ein Anteil von 22 Prozent aller Befragten aufgrund der anhaltenden Diskussionen über die digitale Transformation um ihren Job bangen, da sie befürchten, den steigenden Ansprüchen aufgrund technischer Neuerungen nicht gewachsen zu sein. Solche Ängste und Befürchtungen rund um digitale Prozesse zeigen vorrangig ältere Generationen – Millennials (18 bis 38 Jahre) sind gelassener und schauen viel positiver in die Zukunft. „Die Sorge um einen Jobverlust ist in dieser Gruppe am geringsten“, besagt die Studie. „61 Prozent der Millennials stehen der digitalen Transformation völlig unbekümmert gegenüber.“ Die Älteren dagegen wünschen sich verstärkt Weiterbildung und Hilfe im Zusammenhang mit der Digitalisierung. Für Unternehmen bedeute dies, dass sie möglichst zeitnah reagieren und in die Aus- und Weiterbildung digitaler Kompetenzen ihrer Arbeitnehmer investieren müssen, gerade bei der Generation 40 plus.

JUNG UND ALT

Obwohl Digital Natives einen immer größeren Anteil der Mitarbeiter ausmachen und somit für Unternehmen relevanter werden, darf die Generation 40 plus nicht außer Acht gelassen werden“, warnt Roger Illing, Vice President Sales DACH bei OpenText. „Unternehmen müssen auf Managementebene reagieren und zusätzliche Weiterbildungsmöglichkeiten für Arbeitnehmer sowie passende Softwarelösungen bereitstellen.“ Außerdem müsse sichergestellt werden, dass die ältere Generation ihre Branchenexpertise und das Know-how an jüngere Arbeitskräfte weitergibt.

Warum die „Alten“ die „Jungen“ ebenfalls brauchen, erläutern Managementdenkerin, Bestseller-Autorin und Business-Coach Anne M. Schüller und Alex T. Steffen, Unternehmensberater mit Fokus Innovation und digitale Transformation, in ihrem Buch „Fit für die Next Economy – Zukunftsfähig mit den Digital Natives“. Es geht für Unternehmen darum, sich die digitale Kompetenz der Jüngeren zunutze zu machen, um sich auf die Zukunft und seine immer schnelleren Zyklen einzustellen und sich die dafür nötigen Eigenschaften anzueignen: digitaler denken, kollaborativer handeln und agiler werden.

 

mann Frau rennen in einem Internet Tunnel

 
GUT AUFGESTELLT: Um künftig weiterhin erfolgreich zu bestehen, kommen Unternehmen nicht drum herum, ihre gesamte Organisation den neuen Arbeitsformen anzupassen. 

 

 

Und die Umstellung ist dringend: „Wissenschaftler gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2025 rund 40 Prozent der heutigen Fortune-500-Firmen verschwunden sein werden“, schreiben die Autoren. „Der häufigste Grund dafür: Managementirrtümer – allen voran das Festhalten an veralteten Strukturen, Geschäftsmodellen und Wertschöpfungsketten.“ Neben den sich daraus ergebenden Veränderungsblockaden erweise sich auch der unerschütterliche Glaube an die unternehmerische Überlegenheit oder persönliche Unersetzlichkeit, also Selbstüberschätzung und Selbstherrlichkeit, als höchst gefährlich. „So was macht blind und taub für mögliche Angriffe von außen. Und intern züchtet man damit einen hypergefährlichen Jasager-Kult.“

Also eine Überlebensfrage. Doch eins ist sicher: Ob jung oder alt, Mitarbeiter brauchen ein auf die neuen Anforderungen abgestimmtes Arbeitsumfeld. Speziell die IT-Mittel sollten neue Arbeitsweisen unterstützen können – dies auch, wenn sie, wie bereits erläutert, nicht das Wundermittel sind, um eine gelungene digitale Transformation herbeizuzaubern. „Digitale Transformation bedeutet für die europäischen Unternehmen, fundamentale Veränderungen vorzunehmen“, besagt die aktuelle, von Matrix42 unterstützte PAC(Pierre Audoin Consultants)-Studie „Digital Workplace in Europe“. Die Ziele der Digitalisierung seien zwar unterschiedlich – Erhöhung der Agilität, Verbesserung der Servicequalität, Prozessoptimierungen oder Innovationsförderung – zentraler Ausgangspunkt für die Veränderungen sei aber stets die Arbeitsumgebung der Mitarbeiter: „Die Performance der Mitarbeiter ist entscheidend in der digitalisierten, internationalen Wissenswirtschaft. Dem-entsprechend weisen drei Viertel der von PAC befragten IT- und HR-Manager in Europa und sogar 90 Prozent der in Deutschland Befragten der Qualität der IT-Arbeitsumgebung große Bedeutung für den Unternehmenserfolg zu.“

Klingt wohl einleuchtend, und dennoch unternimmt keiner richtig etwas. „Das Wissen um die Bedeutung der Workplace-Modernisierung spiegelt sich bei der Mehrheit der Unternehmen bislang noch nicht in deren Investment-agenda wider“, haben die Studienverfasser festgestellt. „Derzeitige Digitalisierungsinitiativen zielen primär auf die Verbesserung der Interaktion mit den Kunden, die Einführung von Internet-der-Dinge-Infrastrukturen sowie von Big-Data-Lösungen.“ Wurden Projekte zur Arbeitsplatzmodernisierung früher jedoch in erster Linie aus Effektivitätsgründen angegangen, müsse nun die Realisierung bestimmter Geschäftsziele im Mittelpunkt stehen wie etwa eine erhöhte Mitarbeiterzufriedenheit oder die Förderung von Zusammenarbeit und Innovation.

MEHR EFFIZIENZ, BITTE

Nicht zuletzt auch gelte es, höchsten Sicherheitsansprüchen zu genügen und Kosteneffizienz zu schaffen. „Die Zeit, in der es ausreichend war, neue Endgeräte oder neue Applikationen einzuführen, ist vorbei. Die anspruchsvollen Digitalisierungsziele der Unternehmen sind nur mit modernen, integrierten IT-Arbeitsplatzumgebungen zu erreichen. Viele Unternehmen werden daher ihre Budgets entsprechend ausrichten und sich am Markt nach geeigneten ganzheitlichen Lösungen umsehen, mit denen sich diese Ziele bei gleichzeitig professionellem Betrieb und Service inklusive hoher Anwenderausrichtung und (Daten-)Sicherheit erreichen lassen“, erklärt Oliver Bendig, CEO von Matrix42.

ERHÖHTE ANFORDERUNGEN

Höchst bedenklich: Im europäischen Vergleich hinken deutsche Unternehmen bei der Modernisierung der Arbeitsplätze laut der Studie deutlich hinterher. Dies betreffe insbesondere die Einführung von Cloud-Lösungen und die Implementierung von flexiblen Nutzerkonzepten.

Doch nicht nur im Bereich der technischen Mittel stellt Digitalisierung neue Anforderungen an die Arbeitsplätze. „Das Büro der Zukunft wird sich stärker an die durch Digitalisierung und Globalisierung veränderten Arbeitsabläufe, Kommunikationsbedürfnisse und neue Modelle der Zusammenarbeit anpassen“, lautet das Fazit der im Auftrag der Messe Frankfurt für die Paperworld – eine führende Fachmesse für Papier, Bürobedarf und Schreibwaren – vom Pragma Institut durchgeführte Studie „Working Spaces 2025“. Immerhin seien 61 Prozent der befragten deutschen Büroarbeiter der Meinung, sie brauchen flexiblere Strukturen in der Büroumgebung und möchten in Zukunft nicht mehr auf einen einzigen räumlich bestimmten Arbeitsplatz im Unternehmen festgelegt sein. Wobei allerdings die Mehrheit von ihnen es ablehnt, in Cafés, Parks oder anderen öffentlichen Räumen zu arbeiten.

„Bei einer immer größer werdenden Anzahl von Menschen nimmt seit einigen Jahren das Gesundheitsbewusstsein stets zu – sie rauchen nicht, treiben regelmäßig Sport und achten auf ihre Ernährung. Nicht zuletzt auch erwarten sie von den Unternehmen, die sie beschäftigen, das Bereitstellen von ergonomischen, auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Möbeln und Einrichtungen“, gibt Michael Papenheim, Geschäftsführer der Mauser Sitzkultur GmbH & Co. KG, einem Anbieter von Drehsitz- und Konferenzmöbeln, Bestuhlungen für Kongress- und Veranstaltungszentren, Sport- und Mehrzweckhallen sowie Spezialstühlen für den Klinik- und Pflegebereich, zu bedenken. „Diese Tatsachen gilt es bei der Gestaltung von Arbeitsumgebungen unbedingt zu berücksichtigen.“
Papenheim Mauser GF solo

 

 

 

„Bei einer immer größer werdenden Anzahl von Menschen nimmt seit einigen Jahren das Gesundheitsbewusstsein stets zu. Diese Tatsache gilt es bei der Gestaltung von Arbeitsumgebungen unbedingt zu berücksichtigen.“

Michael Papenheim, Geschäftsführer der Mauser Sitzkultur GmbH & Co. KG

 

 

 

 

 

 

 


In den meisten Büros ist man allerdings von diesem Idealzustand noch weit entfernt und es gibt viel Luft nach oben: „Insgesamt zeigen sich 41 Prozent der Büroarbeiter unzufrieden mit ihrem aktuellen Arbeitsplatzumfeld und geben fehlende Möglichkeiten der Mitgestaltung sowie unbefriedigende ergonomische, lichttechnische und akustische Bedingungen als Gründe an.“ Laut „Working Spaces 2025“ erwartet mehr als die Hälfte der Befragten von ihren Arbeitgebern, dass sich ihr Büroumfeld bis 2025 entweder massiv in der Qualität steigert oder es sogar eine grundlegende Neuorientierung in der Gestaltung gibt.

NEUE GEFAHREN

Und schließlich müssen Unternehmen nicht nur in Sachen Technik und Einrichtung ihren Beschäftigten etwas mehr Entgegenkommen zeigen. Denn auch wenn sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts vieles verbessert hat und sich die Arbeitsbedingungen im Vergleich zu damals stets humanisiert haben, drohen den Menschen von heute mittlerweile neue Gefahren.

So werden in vielen Betrieben unbeugsame Hierarchien durch selbstverantwortliche Teams ersetzt, was sich zunächst eher positiv anhört. Doch schnell nimmt der Druck auf den Einzelnen zu, begleitet von einer immer strenger werdenden Kontrolle der gesamten Produktionsabläufe und der Arbeitenden selbst mittels moderner Technik. Ein stets höher werdendes Arbeitstempo sowie kontinuierlich wachsende Leistungsanforderungen gepaart mit der ansteigenden Unsicherheit der Arbeitsverhältnisse machen den Beschäftigten das Leben alles andere als leicht.

Inzwischen sind sich Wirtschaftsexperten und Soziologen darüber einig, dass sich dieser steigende Druck und all die heute mit dem Beruf einhergehenden Ängste auf die seelische Gesundheit negativ auswirken. Psychologische Erkrankungen nehmen auf beunruhigende Weise zu. Neben den oft erwähnten Burn-out-Syndromen verbreiten sich auch Absentismus, Berufskrankheiten, Arbeitsunfälle oder Alkoholismus am Arbeitsplatz. In seltenen Fällen endet ein solcher Leidensweg mit Selbstmord. Dies ist übrigens nicht unbedingt nur auf ein schwierig zu meisterndes Arbeitsleben zurückzuführen, zumindest nicht direkt. Häufig kommen zu den beruflichen Problemen auch private hinzu, die zumeist aufgrund des Mangels an Zeit für Privat- und Familienleben entstehen. Ein schwer zu brechender Teufelskreis.

Eine solche Arbeitswelt, die Menschen krank machen und sie „unbrauchbar“ werden lassen kann, lange bevor sie das Rentenalter erreicht haben, ist – abgesehen von den moralischen Aspekten – mit Blick auf Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit eher kontraproduktiv.

KONSENS STATT KOMMANDO

Wollen sie in Zukunft erfolgreich bestehen, müssen Unternehmen daher als Erstes ihre Strukturen und vor allem ihre Unternehmenskultur auf die neuen Formen der Arbeit abstimmen. Dabei sollten sie sich nicht davor scheuen, ihre Mitarbeiter an dieser Gestaltung aktiv teilnehmen zu lassen, anstatt nur zu verlangen, dass sie sich wortlos fügen. Mit Anordnungen alleine ist es längst nicht getan und nur durch eine Firmenkultur, die eine gelungene Gratwanderung zwischen Selbstbestimmung und der nötigen Anpassung vollzieht, haben sowohl Unternehmen als auch ihre Beschäftigten eine Chance, sich in der Wirtschaft von morgen einen festen Platz zu sichern.

Graziella Mimic

 

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