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FACTS TITEL Digitalisierung 2-3/2018

Kategorie: Aktuelle Ausgabe

Zukunft 5.0 – wer verpasst den Anschluss?

Kein Diskussionsbeitrag, kein Fernsehbericht, kein Vortrag, der sich nicht auf den mittlerweile zum universalen Schlachtwort mutierten Begriff Digitalisierung bezieht. Sogar Politiker haben die magische Parole für sich entdeckt und dozieren darüber in allen Variationen. Doch wie sieht die Realität aus? Wie weit sind Unternehmen mit der Umsetzung der digitalen Transformation? Und wie können sie die Herausforderungen, die sie stellt, meistern und die Potenziale, die sie birgt, erschließen?

Die digitale Transformation überrollt Gesellschaft und Wirtschaft in einem nie da gewesenen Tempo. Kein Bereich, der vom Wandel unberührt bleibt. Was die Folgen dieser tiefen Veränderung unserer gesamten Welt angeht, so sind manche bereits seit Jahren erkennbar und prägen unseren Alltag. Andere dagegen bleiben unvorhersehbar oder zumindest nur sehr ungenau darstellbar.

Und doch scheinen alle darüber Bescheid zu wissen, allen voran die Politik. So halten Vertreter verschiedenster Parteien, ungeachtet ihrer sonstigen Ansichten, unermüdlich die gleiche Rede. Stets geht es darum, im Rahmen einer perfekten Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft den Technologietransfer zu forcieren und Innovationen zu erschaffen. Dabei wolle man die Industrie unterstützen und Forschung sowie Bildung fördern.

Zweifellos schöne Parolen und idyllische Aussichten. Wenn da nicht die ernüchternde Realität wäre. „Derzeit schöpft Deutschland lediglich zehn Prozent seines digitalen Potenzials aus und bleibt damit nicht nur weit hinter dem Spitzenreiter USA (18 Prozent) und anderen führenden Ländern wie Großbritannien (17 Prozent), Schweden (15 Prozent) oder Frankreich (12 Prozent) zurück, sondern liegt auch deutlich unter dem europäischen Durchschnitt von 12 Prozent“, schreiben die Verfasser der von McKinsey Anfang 2017 veröffentlichten Kurzstudie „Die Digitalisierung des deutschen Mittelstands“. Im Umkehrschluss bedeute dies: Würde es Deutschland gelingen, zur internationalen Spitze aufzuschließen, ließe sich bis 2025 eine zusätzliche Wertschöpfung zwischen 374 und 603 Milliarden Euro jährlich generieren.

EIN LANGER WEG

Doch davon sind wir noch weit entfernt. „Die Umfrageergebnisse machen besonders eines deutlich“, betonen die Autoren. „Zwar ist das Thema Digitalisierung im Mittelstand angekommen, doch die meisten mittelständischen Unternehmen haben erst in Ansätzen die notwendigen Schlüsse aus dieser ,Revolution in Lichtgeschwindigkeit‘ gezogen – und sind auch deshalb bislang nur eingeschränkt in der Lage, ihr Geschäftsmodell zu digitalisieren und Digitalisierung ,at scale‘ umzusetzen.“

Soll heißen: Der Mittelstand erkenne die Relevanz der Digitalisierung, betrachte diese aber primär noch als bloßes IT-Phänomen und als Hebel allein zur Produktivitätsverbesserung, weshalb nicht nur attraktive Chancen wie etwa die Erschließung neuer Geschäftsfelder mittels Digitalisierung auf der Strecke blieben, sondern mittel- und langfristig auch die Wettbewerbsfähigkeit Schaden nehmen könne.

Dabei eröffnet die digitale Transformation mittelständischen Unternehmen viele Chancen, denn mit dem wohlklingenden Begriff ist die Entwicklung von Technologien gemeint, die es erlauben, Daten in elektronischer Form zu erfassen und aufzubereiten, zu speichern und zu übertragen. Der Einsatz dieser digitalen Technologien und die Bereitstellung der Daten, die sie produzieren, verhilft Unternehmen und Organisationen zur Schaffung neuer Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle. „Die Digitalisierung bietet vielfältige Möglichkeiten, gerade auch für den Mittelstand: Neue Produkte können schneller hergestellt, Kundenwünsche besser berücksichtigt, neue Geschäftsfelder und Services angeboten werden“, schildert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Vor allem für kleinere Unternehmen erleichtere das Internet die Teilhabe an Wertschöpfungsketten und verändere die Beziehungen zu Beschäftigten, Kunden und Lieferanten grundlegend.

BRANCHENUNTERSCHIEDE

Um die Digitalisierung voranzutreiben, arbeiten 20 Prozent der Unternehmen mit Partnern aus der eigenen Branche zusammen, 15 Prozent auch branchenübergreifend. Aber nur etwa vier Prozent der Unternehmen kooperieren aus diesem Grund bislang mit Start-ups. Diese Zahlen liefert der Monitoring-Report „Wirtschaft DIGITAL 2017“ – jedes Jahr misst der Monitor die Fortschritte bei der digitalen Transformation der deutschen Wirtschaft und wird im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums von Kantar TNS und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim erstellt. Der diesjährige Report berichtet, dass sich der Digitalisierungsgrad mittelständischer Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr zwar etwas verbessert habe und dass die deutsche Wirtschaft erfreulicherweise zunehmend in Industrie 4.0 investiere. Allerdings nutze nur jedes dritte Unternehmen „Smart Services“ und nur jedes fünfte „Big Data“. Künstliche Intelligenz stehe noch am Anfang. Weitere Entwicklungspotenziale liegen in der Internationalisierung und der Exportorientierung der deutschen IKT-Unternehmen.

 

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NACHHOLBEDARF: Die meisten mittelständischen Unternehmen sind bisher nur bedingt in der Lage, ihr Geschäftsmodell zu digitalisieren.

 

 

 

Der digitale Wandel betrifft die gesamte Wirtschaft, doch es gibt deutliche Branchenunterschiede. „Die Digitalisierung trifft die einzelnen Branchen in unterschiedlicher zeitlicher Abfolge und mit unterschiedlicher Wucht“, stellen die McKinsey-Analysten fest. „Weniger anlagenintensive Branchen beispielsweise sehen sich bereits jetzt deutlich stärker durch digitale Wettbewerber unter Druck gesetzt als solche – wie etwa Fabriken – mit großen physischen Assets (Anlagevermögen).“ Und auch beim Thema Personalgewinnung gebe es eine ungleiche Lage je nach Branche. So falle die mittel- und langfristige Bindung von digitalen Fachkräften insbesondere Unternehmen des Groß- und Einzelhandels schwer. Gründe dafür seien häufig das vergleichsweise wenig attraktive Image mittelständischer Unternehmen sowie ihr Standort. Speziell Betriebe, deren Hauptsitz sich in Städten mit weniger als 300.000 Einwohnern befindet, seien davon betroffen.

UNZUREICHENDE VORBEREITUNG

Umso wichtiger ist es vor diesem Hintergrund, die bereits vorhandenen Mitarbeiter bei dem Wandel zu begleiten. Doch auch hier macht sich Nachholbedarf bemerkbar. Laut einer im Juli 2017 durchgeführten Google-Umfrage von OpenText, einem Anbieter von Enterprise-Information-Management (EIM), bei der 300 Deutsche im Alter von 18 bis 70 Jahren zum Thema digitale Transformation im Arbeitsumfeld interviewt wurden, fühlen sich Arbeitnehmer nicht ausreichend vorbereitet. Der Erhebung nach seien rund 45 Prozent der Meinung, dass Arbeitgeber ihre Ausbildungspflichten im Hinblick auf die Digitalisierung vernachlässigen. „Vor allem Männer (49 Prozent) finden, dass Unternehmen mehr dafür tun sollten, um Angestellte auf die digitale Zukunft vorzubereiten. Bei den weiblichen Befragten beläuft sich die Zahl auf 36 Prozent“, fanden die Experten heraus. Außerdem wünschen sich 40 Prozent aller Befragten, stärker in technologische Entscheidungen einbezogen zu werden. Neuerungen in digitalen Prozessen sollen klar kommuniziert werden. Höchst bedenklich: 28 Prozent der Interviewten beklagen, dass Arbeitgeber von ihnen erwarten, neue Technologien ohne angemessene Einarbeitung zu nutzen.Eine Folge dieser Missstände ist, dass 22 Prozent aller Befragten aufgrund der anhaltenden Diskussionen über die digitale Transformation um ihren Job bangen, da sie befürchten, den steigenden Ansprüchen aufgrund technischer Neuerungen nicht gewachsen zu sein.

Diese Ängste rund um digitale Prozesse zeigen vorrangig ältere Generationen – Millennials (18 bis 34 Jahre) sind gelassener und schauen viel positiver in die Zukunft. „Die Sorge um einen Jobverlust ist in dieser Gruppe am geringsten“, fand die Studie heraus. „61 Prozent der Millennials stehen der digitalen Transformation völlig unbekümmert gegenüber.“ Die Älteren dagegen wünschen sich verstärkt Weiterbildung und Hilfe im Zusammenhang mit der Digitalisierung. Für Unternehmen bedeute dies, dass sie möglichst zeitnah reagieren und in die Aus- und Weiterbildung digitaler Kompetenzen ihrer Arbeitnehmer investieren müssen, gerade bei der Generation 40 plus.

„Obwohl Digital Natives einen immer größeren Anteil der Mitarbeiter ausmachen und somit für Unternehmen relevanter werden, darf die Generation 40 plus nicht außer Acht gelassen werden“, warnt Roger Illing, Vice President Sales DACH bei OpenText. „Unternehmen müssen auf Management-ebene reagieren und zusätzliche Weiterbildungsmöglichkeiten für Arbeitnehmer sowie passende Softwarelösungen bereitstellen.“ Außerdem müsse sichergestellt werden, dass die ältere Generation ihre Branchenexpertise und das Know-how an jüngere Arbeitskräfte weitergibt.

 

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ANGST UND BANGE: Untersuchungen ergaben, dass sich ein beträchtlicher Anteil der Arbeitnehmer um ihren Job sorgt und befürchtet, den technischen Anforderungen des digitalen Wandels nicht gewachsen zu sein.

  

Doch auch die jüngeren Generationen können die älteren unterstützen. Warum die „Alten“ die „Jungen“ ebenfalls brauchen, erläutern Managementdenkerin, Bestseller-Autorin und Business-Coach Anne M. Schüller und Alex T. Steffen, Unternehmensberater mit Fokus Innovation und Digitale Transformation, in ihrem Buch „Fit für die Next Economy – Zukunftsfähig mit den Digital Natives“ (siehe Infokasten auf dieser Seite). Es geht für Unternehmen darum, sich die digitale Kompetenz der Jüngeren zunutze zu machen, um sich auf die Zukunft und ihre immer schnelleren Zyklen einzustellen und sich die dafür nötigen Eigenschaften anzueignen: digitaler denken, kollaborativer handeln und agiler werden.

Und die Umstellung ist dringend: „Wissenschaftler gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2025 rund 40 Prozent der heutigen Fortune-500-Firmen verschwunden sein werden“, schreiben die Autoren. „Der häufigste Grund dafür: Managementirrtümer – allen voran das Festhalten an veralteten Strukturen, Geschäftsmodellen und Wertschöpfungsketten.“ Neben den sich daraus ergebenden Veränderungsblockaden erweise sich auch der unerschütterliche Glaube an die unternehmerische Überlegenheit oder persönliche Unersetzlichkeit, also Selbstüberschätzung und Selbstherrlichkeit, als höchst gefährlich. „So was macht blind und taub für mögliche Angriffe von außen. Und intern züchtet man damit einen hypergefährlichen Jasager-Kult.“

EINE FRAGE DES ÜBERLEBENS

Also eine Überlebensfrage. Doch eins ist sicher: Ob jung oder alt, Mitarbeiter brauchen ein auf die neuen Anforderungen abgestimmtes Arbeitsumfeld. Speziell die IT-Mittel sollten neue Arbeitsweisen unterstützen können – dies auch, wenn sie, wie bereits erläutert, nicht das Wundermittel sind, um eine gelungene digitale Transformation herbeizuzaubern. „Digitale Transformation bedeutet für die europäischen Unternehmen, fundamentale Veränderungen vorzunehmen“, besagt die von Matrix42 unterstützte Studie PAC (Pierre Audoin Consultants) „Digital Workplace in Europe“. Die Ziele der Digitalisierung seien zwar unterschiedlich – Erhöhung der Agilität, Verbesserung der Servicequalität, Prozessoptimierungen oder Innovationsförderung; zentraler Ausgangspunkt für die Veränderungen sei aber stets die Arbeitsumgebung der Mitarbeiter: „Die Performance der Mitarbeiter ist entscheidend in der digitalisierten internationalen Wissenswirtschaft. Dementsprechend weisen drei Viertel der von PAC befragten IT- und HR-Manager in Europa und sogar 90 Prozent der in Deutschland Befragten der Qualität der IT-Arbeitsumgebung große Bedeutung für den Unternehmenserfolg zu.“

Klingt wohl einleuchtend, und dennoch tut keiner richtig etwas. „Das Wissen um die Bedeutung der Workplace-Modernisierung spiegelt sich bei der Mehrheit der Unternehmen bislang noch nicht in deren Investmentagenda wider“, haben die Studienverfasser festgestellt. „Derzeitige Digitalisierungsinitiativen zielen primär auf die Verbesserung der Interaktion mit den Kunden, die Einführung von Internet-der-Dinge-Infrastrukturen sowie von Big-Data-Lösungen.“ Wurden Projekte zur Arbeitsplatzmodernisierung früher jedoch in erster Linie aus Effektivitätsgründen angegangen, müsse nun die Realisierung bestimmter Geschäftsziele im Mittelpunkt stehen, wie etwa eine erhöhte Mitarbeiterzufriedenheit oder die Förderung von Zusammenarbeit und Innovation.

Nicht zuletzt auch gelte es, höchsten Sicherheitsansprüchen zu genügen und Kosteneffizienz zu schaffen. „Die Zeit, in der es ausreichend war, neue Endgeräte oder neue Applikationen einzuführen, ist vorbei. Die anspruchsvollen Digitalisierungsziele der Unternehmen sind nur mit modernen, integrierten IT-Arbeitsplatzumgebungen zu erreichen. Viele Unternehmen werden daher ihre Budgets entsprechend ausrichten und sich am Markt nach geeigneten ganzheitlichen Lösungen umsehen, mit denen sich diese Ziele bei gleichzeitig professionellem Betrieb und Service inklusive hoher Anwenderausrichtung und (Daten-)Sicherheit erreichen lassen“, erklärt Oliver Bendig, CEO von Matrix42.

Höchst bedenklich: Im europäischen Vergleich hinken deutsche Unternehmen bei der Modernisierung der Arbeitsplätze laut der Studie deutlich hinterher. Dies gelte insbesondere für die Einführung von Cloud-Lösungen und bei der Implementierung von flexiblen Nutzerkonzepten. und die Gesundheit?

Doch nicht nur im Bereich der technischen Mittel stellt Digitalisierung neue Anforderungen an die Arbeitsplätze. „Das Büro der Zukunft wird sich stärker an die durch Digitalisierung und Globalisierung veränderten Arbeitsabläufe, Kommunikationsbedürfnisse und neuen Modelle der Zusammenarbeit anpassen“, lautet das Fazit der im Auftrag der Messe Frankfurt für die Paperworld – eine führende Fachmesse für Papier, Bürobedarf und Schreibwaren – vom Pragma Institut durchgeführte Studie „Working Spaces 2025“. Immerhin seien 61 Prozent der befragten deutschen Büroarbeiter der Meinung, sie brauchten flexiblere Strukturen in der Büroumgebung und wollten in Zukunft nicht mehr auf einen einzigen räumlich festgelegten Arbeitsplatz im Unternehmen beschränkt sein. Wobei allerdings die Mehrheit von ihnen es ablehnt, in Cafés, Parks oder anderen öffentlichen Räumen zu arbeiten.

Insbesondere dem Erhalt der Gesundheit durch ergonomische Büroeinrichtung, die den Bedürfnissen und der genetischen Veranlagung des Menschen entspricht, kommt eine zunehmend wichtige Bedeutung zu. „Wir benötigen Bewegung, um gesund zu überleben“, schreibt Josef Glöckl, Bau- und Wirtschaftsingenieur und Gründer sowie Inhaber der aeris GmbH in dem Buch „Active Office – Warum Büros uns krank machen und was dagegen zu tun ist“, das er gemeinsam mit dem Sport- und Bewegungswissenschaftler Dieter Breithecker verfasst hat (siehe Infokasten auf Seite 50). „Bekommt unser Körper zu wenig davon, werden wir zuerst krank, wie es die steigende Zahl der Zivilisationskrankheiten zeigt, verlieren unsere Leistungsfähigkeit und Lebensqualität und werden schließlich zum Pflegefall, bevor unser Leben zu Ende geht.“

VIEL LUFT NACH OBEN

Glöckls Antwort darauf ist Active Office, ein Konzept, das die Arbeitsorganisation dahingehend verändert, dass jedes Bedürfnis des Menschen – etwa nach Information, nach einem neuen Vorgang, nach Ablage oder nach dem Telefon – regelmäßig intuitive, komplexe, abwechslungsreiche Bewegung hervorruft – und zwar in allen drei Dimensionen durch Aufstehen, Gehen, in-die -Hocke-Gehen, Stehen oder Strecken. Dies wird durch zwei Maßnahmen erreicht: Die gesamte Ablage befindet sich im „Orgaboard“, wobei der Schreibtisch lediglich zum Arbeiten dient. Und statt an einem Schreitisch arbeitet man an einer Steharbeitsfläche und einer Sitzarbeitsfläche, die jeweils nur halb so groß sind wie ein konventioneller Schreibtisch, wobei beide mit Bildschirm, Tastatur und Maus ausgestattet sind. Dank der Active-Office-Software wandert der Bildschirminhalt nach einem bestimmten, selbstgewählten Intervall von einer Arbeitsfläche zur anderen. „Zum Telefonieren steht man auf, denn das Headset befindet sich auf dem ,zentralen Computerblock“‘, beschreibt Glöckl die Einrichtung. „Zum Durchsuchen der Terminvorlage geht man in die Knie, denn diese befindet sich in einem Ausziehfach unten. Zum Abholen eines neuen Vorgangs streckt man sich, denn dieser befindet sich im Orgaboard oben. Die Befriedigung jedes Bedürfnisses bedingt Bewegung.“

In den meisten Büros ist man allerdings von diesem Idealzustand noch weit entfernt und es gibt viel Luft nach oben: „Insgesamt zeigen sich 41 Prozent der Büroarbeiter unzufrieden mit ihrem aktuellen Arbeitsplatzumfeld und geben fehlende Möglichkeiten der Mitgestaltung sowie unbefriedigende ergonomische, lichttechnische und akustische Bedingungen als Gründe an.“ Laut „Working Spaces 2025“ erwarte mehr als die Hälfte der Befragten von ihren Arbeitgebern, dass sich ihr Büroumfeld bis 2025 entweder massiv in der Qualität verbessert oder es sogar eine grundlegende Neuorientierung in der Gestaltung gibt. Sicher ist auf jeden Fall: Die digitale Transformation erweist sich als eine komplexe Angelegenheit und stellt alle Wirtschaftsakteure vor immense Herausforderungen. Eine unabdingbare Voraussetzung, um diese Hürden zu nehmen, ist das absolute Verständnis der neuen digitalen Welt, ihrer Merkmale und der Umbrüche, die sie in unserem Arbeitsalltag mit sich bringt.

Wichtig ist es zudem, zu begreifen, dass dieses Thema nicht nur technisch anspruchsvoll ist. Wer es als Unternehmen versäumt, Mitarbeiter in die Veränderungsprozesse einzubeziehen und Raum für offenen Austausch zu schaffen, sodass sie zum digitalen Wandel eine positive Einstellung entwickeln und ihn als Chance wahrnehmen, läuft Gefahr, den Anschluss zu verlieren und schließlich seine Zukunft aufs Spiel zu setzen“

Graziella Mimic

 


 Fotos: shutterstock

 
 
 
 

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