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Marktübersicht Kabelmanagement 3/2019

Kategorie: Aktuelle Ausgabe

Ein Salat, der uns nicht schmeckt!

Kreatives Chaos? Das gilt zumindest nicht, wenn es um den Kabelsalat geht, der sich unter so manchen Schreibtischen oder in Serverräumen tummelt. Dass es hierbei nicht nur um optische Aspekte geht, sondern dass das Gewirr auch Gefahren birgt, ist vielen nicht direkt bewusst. Dabei lassen sich Daten- und Stromkabel in modernen Arbeitsumgebungen ganz einfach managen – man muss nur wissen, wie.

 

Durch die fortschreitende Digitalisierung sind die Anforderungen an die unternehmensinternen Netzwerke gestiegen: Netzwerkschränke und Rechenzentren müssen zwangsläufig immer mehr Strom- und Datenkabel verwalten. Ähnlich – wenn auch in etwas kleinerem Rahmen – sieht es an vielen Arbeitsplätzen von Mitarbeitern aus, oder in Konferenzräumen, wenn die benötigte Technik für Präsentationen oder Videokonferenzen verkabelt wird und außerdem jeder Teilnehmer einen Laptop und weitere Geräte mit Strom versorgen muss. Denn auch in Zeiten von gängigen drahtlosen Übertragungstechniken wie WLAN, Bluetooth & Co. lässt sich (noch) lange nicht komplett auf Kabel verzichten, so sehr sich dies die meisten aufgrund des vielerorts zunehmenden Kabelwirrwarrs wünschen würden.

DER GEFAHR VORBEUGEN

Kein Wunder: Kabel sehen nicht nur unschön aus, sondern nehmen auf und unter dem Tisch sowie im (Server-)Schrank ziemlich viel Platz in Anspruch. Mit der Zeit und mit zunehmender Menge an neuen Kabeln entsteht ein regelrechter Kabelsalat, der irgendwann nicht mehr zu bändigen und nur mit viel Zeit und Geduld zu entwirren ist. Außerdem kann er auf vielfache Art und Weise zur Gefahr werden: Denn eines der größten Probleme besteht darin, dass Kabel zur Stolperfalle für Mitarbeiter werden! Rund 20 Prozent der Arbeitsunfälle sind nämlich Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle, an denen im Büro vor allem das Hängenbleiben an Kabeln die Ursache ist. Entsprechende Regelungen im Arbeitsschutz weisen deshalb darauf hin, Sturzgefahr durch lose Kabel sowie weitere herumstehende Gegenstände dringend zu vermeiden. Smartes Kabelmanagement ist also Pflicht.

Ein „frei hängendes“ Kabelchaos kann zudem die Abnutzung beziehungsweise den Verschleiß von Kabeln fördern sowie das Brandrisiko durch geknickte, verschmutzte oder überlastete Strom- und Datenleiter erhöhen. Ebenso können durch sie Bauteile blockiert werden, die beispielsweise heiße Abluft abgeben, was letztendlich zu einer Überhitzung führt. Neben einer möglichen Brandgefahr ergibt sich hierbei zudem ein allgemeines Risiko für Datenverlust oder Systemabsturz durch kaputte und herausgerissene Kabel – für die meisten Unternehmen kann dies je nach verlorener Datenmenge eine Menge Zeit und Arbeit für die Wiederherstellung bedeuten, im schlimmsten Fall drohen eine längere Ausfallzeit und Umsatzeinbußen beziehungsweise finanzielle Verluste.

Eine strukturierte Verkabelung kann dafür Sorge tragen, dass die kritischen Luftströmungswege frei bleiben, und sie ermöglicht den einfachen Zugriff auf benötigte Komponenten – das spart Zeit, wenn beispielsweise defekte Geräte ausgetauscht oder neue installiert werden müssen.

SAUBER UND ORDENTLICH

Reinigungskräfte haben es ebenfalls schwer, Schmutz und Staub im Kabelsalat auf und unter Tischen oder in Konferenzräumen sorgfältig zu entfernen. Gelingt dies nicht, kann es sich unter anderem negativ auf die Raumluftqualität auswirken. Und schließlich nicht zu unterschätzen ist der repräsentative Faktor: Arbeitsplätze und Konferenzräume, genauso aber auch Serverräume, verschaffen Außenstehenden einen Eindruck über die Organisationsstrukturen, die Effizienz und die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens. Gerade in heutigen Zeiten, in denen viele Unternehmen dazu übergehen, in Open Spaces zu arbeiten, in denen Glaswände oder Sichtschutzwände – mit viel Blick auf den Arbeitsplatz – oft die einzigen Abtrennungen der unterschiedlichen Arbeitsbereiche sind, sind sinnvolle Kabelmanagementlösungen ein Muss.

Es führt also kein Weg daran vorbei: Die Kabel müssen entwirrt und am besten von vornherein strukturiert verlegt werden. Dabei muss klar unterschieden werden, ob es lediglich um einige wenige Kabel am Schreibtisch geht, die mit kleinen smarten Helfern gebändigt werden können und dadurch für mehr Ordnung am Arbeitsplatz sorgen, oder ob es sich um einen regelrechten Kabelsalat handelt, der eine individuelle Lösung benötigt. Diese gibt es für alle Belange – im kleinen oder großen Stil.

Wenn schlichte Kabelbinder nicht mehr ausreichen oder den optischen Ansprüchen nicht genügen, müssen andere Möglichkeiten her. Unterschiedliche Dienstleister bieten entsprechende Kabelmanagement-Lösungen an: von einfachen Kabeldurchlässen über Kabelschächte mit Kabelklappen bis hin zu Kabelkanälen zum Verstauen größerer Kabelmengen. FACTS gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Möglichkeiten (siehe Seite 18/19). Im Einzelfall sollten aber professionelle Dienstleister ein persönlicher Ansprechpartner sein, um individuelle Lösungen für den jeweiligen Bedarf zu ermitteln. Schließlich gilt es, klug zu planen, auszuwählen und Lösungen entsprechend den Bedürfnissen zu platzieren. Das Ziel eines jeden Kabelmanagements sollte sein, dem Kabelsalat langfristig vorzubeugen, um Unfälle zu vermeiden, Arbeitszeit zu sparen, optischen Ansprüchen zu genügen und ein effizientes, wartungsfreundliches und zukunftssicheres Netzwerk zu unterstützen.

Anna Köster

 

INFO 

Die Vorteile eines professionellen Kabelmanagements auf einen Blick

• Stürze/Unfälle lassen sich vermeiden. 
• Das Brandrisiko durch geknickte oder überhitzte Kabel oder verschmutzte Steckdosen wird minimiert. 
• Reinigungskräfte können den Büroraum vorschriftsmäßig sauber halten.
• Es bleibt weniger Staub an Kabeln hängen. 
• Austausch von Kabeln/Geräten geht deutlich schneller. 
• Der Arbeitsplatz ist aufgeräumter und bietet mehr Platz. 
• Es macht einen repräsentativen Eindruck..

 

 

Foto (1): shutterstock 

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