Aktuelles

Aktuelle Ausgabe

ORGANISATION Arbeit der Zukunft 9/2016

Kategorie: Aktuelle Ausgabe

Zukunft der Arbeit – Arbeit der Zukunft

Die Arbeitswelt wandelt sich in rasantem Tempo und Experten gehen davon aus, dass Arbeit in Zukunft weitaus flexibler und unabhaengiger von Ort und Zeit stattfinden wird als heute. Wie sich diese Entwicklung auf die Ausgestaltung des Arbeitsplatzes der Zukunft konkret auswirkt – dieser Frage geht Sabina Prueser, Leiterin Investor Relations und Public Relations bei der Francotyp-Postalia Holding AG, in ihrem Gastbeitrag nach.

 

Massive Umwälzungen in der Arbeitswelt sind kein Phänomen der jüngsten Zeit. Bereits ab Mitte des 18. Jahrhunderts sorgte etwa die industrielle Revolution für extreme Veränderungen von Arbeitswelt und Gesellschaft. Mit einer rasanten technischen Entwicklung markiert sie den Übergang von der Agrar- in die moderne Industriegesellschaft. Immer mehr Maschinen ersetzten damals nicht nur vielerorts die Handarbeit und trieben die Produktionsmöglichkeiten nach oben: Sie halfen auch bei der Energieerzeugung – so zum Beispiel die berühmte Dampfmaschine, die zum Symbol der industriellen Revolution geworden ist. Und die Umwälzungen gingen weiter. Nach dem ersten Weltkrieg etwa brachte der auf den US-Industriellen Henry Ford zurückgehende Fordismus die industrielle Massenproduktion mit Fließbändern. 

Heute erfährt unser Arbeitsleben erneut extreme Veränderungen. Nicht nur die Globalisierung nimmt starken Einfluss auf die Arbeitswelt und vernetzt Wirtschaft und Politik, Kultur und Kommunikation weltweit. Auch und vor allem dringt die Digitalisierung – einige sprechen sogar von einer digitalen Revolution – in immer weitere Bereiche unseres Privat- und Arbeitslebens vor. Und zwar in rasender Geschwindigkeit: Gerade mal 35 Jahre ist es zum Beispiel her, dass IBM 1981 mit dem 5150 seinen ersten Personalcomputer auf den Markt brachte. Damit eröffnete sich das Unternehmen die Möglichkeit, von großen Mainframe-Rechnern auf flexiblere Einzelplatzlösungen zu wechseln. 1985 folgte die Premiere des Betriebssystems Microsoft Windows. Die Suchmaschine Google ist seit 1998 online.

ERLEBNISWELT BÜRO

Es ist also noch gar nicht so lange her, dass das Arbeitsleben vollkommen anders aussah. Wer im Büro tätig war, hatte eher eine Schreibmaschine vor sich stehen als einen Rechner. Schnell mal eine Info googeln? Fehlanzeige. Videokonferenz mit Übersee? Zukunftsmusik. Ständige Erreichbarkeit per Mobiltelefon? Undenkbar. Informationsaustausch per Social Media? Verrückt.


Doch wenn sich die Arbeitswelt in so einem Tempo weiterhin wandelt – was bedeutet das für den Arbeitsplatz der Zukunft? Experten gehen davon aus, dass Arbeit in Zukunft flexibler und unabhängiger von Ort und Zeit stattfinden wird. So schreibt der Systemtheoretiker und Journalist Christian Schuldt zum Beispiel im Beitrag „Das Arbeits-Mindset der Zukunft“ zur Jugendstudie „Youth Economy“ des renommierten Zukunftsinstituts: „In der Wissensgesellschaft lässt sich Kreativität nicht an feste Rahmen-Arbeitszeiten oder an fixe Arbeitsplätze binden. Die Liquid Youth arbeitet projektorientiert, mit bürokratisch regulierten Arbeitszeiten kann sie wenig anfangen.“

Bild1 

SABINA PRÜSER, Leiterin Investor Relations und Public Relations bei der
Francotyp-Postalia Holding AG

 

Projektarbeit gewinnt also an Bedeutung. Und das wirkt sich auch auf die Arbeitsumgebung aus. So geht Schuldt in seinem Beitrag davon aus, dass eine attraktive Gestaltung fester Arbeitsumfelder wichtiger werde – gerade weil Arbeitsorte immer flexibler würden: „Eine ausgewogene Kombination von Menschen, Arbeitsgeräten und Räumen macht Unternehmen kreativer und effizienter. [...] Der Arbeitsplatz entwickelt sich zu einer Erlebniswelt, zu einem inspirierenden Habitat aus Kommunikationsinseln und variablen Arbeitsplätzen, unterstützt von spielerischen Elementen und künstlerischen Designs.“


Einige Anbieter von Druckern, Kopierern genauso wie von Frankier- oder Kuvertiersystemen achten inzwischen besonders darauf, dass sich ihre Systeme in die Bürolandschaft ihrer Kunden gut integrieren lassen: Raumsparend und leise fügen sich die Geräte in jedes Arbeitsumfeld ein, ohne im Weg zu sein oder durch laute Betriebsgeräusche das Meeting nebenan zu stören – gerade im Open Space ein entscheidender Faktor. Arbeitsumgebungen sollen heute längst nicht mehr nur praktisch sein, sondern auch schön und repräsentativ. Wer ein wenig recherchiert, findet durchaus Bürotechnik, die hochqualitative Technologie mit einem zeitlos-edlen Design verbindet. Einige Hersteller bieten heute sogar farblich individualisierbare Geräte an, die sich optimal auf die jeweilige Arbeitsplatzgestaltung anpassen lassen.

INTELLIGENTE RÄUME

Wilhelm Bauer, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) sowie des Instituts für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) der Universität Stuttgart, warf vor einiger Zeit auf „Zeit-Online“ einen Blick in die Arbeitswelt des Jahres 2030. Er prognostiziert, dass Büroräume in Zukunft immer intelligenter werden: „Sie sind mit Sensoren ausgestattet, sodass sie automatisch, das heißt per Sprachbefehl oder Aufforderung via Smartphone, darauf reagieren, was die Menschen benötigen – zum Beispiel eine veränderte Temperatur oder helleres Licht in der Dämmerung.“
Auch die Studie „New Work Order“, die das Trendbüro im Auftrag des bso (Verband Büro-, Sitz- und Objektmöbel e.V.) und der Leitmesse für Büro und Objekt Orgatec erstellt hat, kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Funktionsweise von Büros wandeln dürfte. So heißt es darin: „Das Büro wird seine Bedeutung als Bezugsort behalten. Allein seine Funktion muss je nach Unternehmenskultur und erwünschter Arbeitsweise individuell definiert werden. Wie groß ist der Anteil des Büros als einer Stätte der gemeinsamen Arbeit und wie groß der als eines Orts der physischen Begegnung?“ Und weiter: „Arbeitskultur entsteht im Wechselspiel mit der Umgebung. Das Verhalten der Kollegen färbt auf den einzelnen Mitarbeiter ebenso ab wie die Gestaltung der Räumlichkeiten.“
Wer nur noch für Meetings ins Büro kommt und seine Arbeit ansonsten von anderswo erledigt, hat auch veränderte Anforderungen an seine Kommunikations- und Dokumentenprozesse. Wie funktioniert etwa der Versand von Geschäftspost, wenn der Mitarbeiter im Home Office sitzt – oder im Coworking-Space in Übersee? In solchen Fälle bietet es sich zum Beispiel an, auf professionelle Services zur Druckauslagerung zurückzugreifen. Damit können Mitarbeiter zum Beispiel von wechselnden Arbeitsorten aus sichere und repräsentative Geschäftspost versenden. Sie brauchen dafür nur ihren Rechner und eine Internetverbindung. Die Dokumente versenden sie online – um das Ausdrucken, Konfektionieren und Frankieren der Geschäftspost kümmert sich der Dienstleister.

 
Seit einigen Jahren gibt es zudem die Möglichkeit, Dokumente, die bisher der Brief
form bedurften, rechtssicher digital zu versenden – nämlich per De-Mail. Diese besonders sichere, verbindliche und vertrauliche Form der elektronischen Post erlaubt es Unternehmen, viele Prozesse von der analogen komplett in die digitale Welt zu heben.


Sabina Prüser 

 

Artikel als PDF

 

Fotos: shutterstock(1)

 

 ddd

Aktuelles/Dialog

IN KONTAKT TRETEN

FACTS Verlag GmbH

Theodor-Althoff-Straße 45 • 45133 Essen

(+49) (0) 201 87 126 800

(+49) (0) 201 87 126 811