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TEST IP-Telefon Snom D345 6/2018

Kategorie: Aktuelle Ausgabe

Telefonieren einfach gemacht!

Nach wie vor ist das gute alte Telefon das Kommunikationsmittel Nummer eins im Büro. Doch die Technik hat sich stark verändert und es weist heute jenseits von Telekom und Co. viel mehr Features auf, als die meisten Anwender vermuten. Mit dem IP-Telefon D345 aus der D3xxer-Serie von Snom sollen sich laut Hersteller alle Anforderungen der fortschrittlichen Business-Telefonie erfüllen lassen. Das wollte FACTS prüfen und unterzog das Snom-Telefon einem Test.

 

 

Das Kommunizieren im Büro hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt. Dienste wie Skype, Videokonferenzen oder das Telefonieren über das Handy nutzt man im Office zwar immer häufiger, trotzdem gehört der Griff zum Telefonhörer keinesfalls der Vergangenheit an. Allerdings hat sich die Technik verändert. Während noch vor gar nicht so langer Zeit eine Verbindung zum analogen Telefonnetz unabdinglich war, kommunizieren moderne Telefone heute per Voice-over-IP über das Internet. Vorteile der digitalen Telefonie über eine Netzwerkverbindung oder das Internet sind unter anderem das Zusammenlaufen der einzelnen Telefonieendpunkte. So ist es möglich Gespräche am Handy, im Home-Office und am Arbeitsplatz unter einer Rufnummer zusammenzufassen.

Weiterhin kann man mit VoIP kostenlose Verbindungen, zum Beispiel zwischen verschiedenen Standorten eines Unternehmens realisieren und mehrere Standorte unter einer Rufnummer zusammenzufassen. Eines dieser IP-Telefone ist das D345 des Berliner Telekommunikationsanbieters Snom, das das Unternehmen speziell für den Einsatz in Büroräumen, Callcentern und Empfangsbereichen entwickelt hat.

tabelle

Das D345 unterstützt zwölf Identitäten und wurde mit Blick auf die Anforderungen der IT-Service-Provider konzipiert. Es lässt sich sowohl auf dem Schreibtisch als auch hängend an der Wand positionieren. Wenn auch nicht die wichtigsten Highlights: Die Anmutung ist hochwertig, das Design elegant und zeitlos. Der ergonomisch geformte Hörer liegt äußerst gut in der Hand und auch längere Telefongespräche werden nicht zur Qual. Ein Netzteil, das unschöne Kabel auf dem Schreibtisch mit sich bringt, ist übrigens bei der Installation nicht notwendig, da die Stromversorgung auch über das Netzwerk (PoE) erfolgen kann.

SEHR GUTE TESTERGEBNISSE

Als ausgesprochen gut bewerteten die FACTS-Testredakteure die Audioqualität des Snom-Telefons. Zunächst erwies sich eine derart gute Sprachqualität für sie als gewöhnungsbedürftig, weil sie nicht das Gefühl hatten, zu telefonieren, sondern mit jemanden zu sprechen, der direkt nebenan steht. Doch schon nach ein paar Telefongesprächen hatten sich die Tester daran gewöhnt und waren begeistert. Das Snom D345 kann sich automatisch von diversen Cloud-Telefondiensten provisionieren und ist somit bequem über die entsprechende Cloud-Anlage zu konfigurieren. Diese Einrichtung orientiert sich an der eindeutigen MAC- Adresse der Telefone. Manuelle Installationen am Gerät vor Ort sind damit überflüssig. Auch bei den gängigen stationären Telefonanlagen ist eine automatische Integration des Telefons implementiert. Somit ist man in der Lage, Telefonbücher, oder Besetztlampenfelder über die gesicherte https-Konfigurationsseite des Telefons oder der Anlage auszurollen. Das Snom-Telefon lässt sich ebenso schnell direkt an eine Fritzbox anschließen. Tipp: Telefonbücher lassen sich schnell und einfach per CSV-Datei (Comma-separated values) importieren. Für ein bequemes Set-up ist das Telefon auch über ein Web-Interface konfigurierbar und unterstützt die Provisionierung durch das automatische Laden von Einstellungen unter anderem über HTTP/HTTPS/TFTP. Das D345 bietet viele Features, die die FACTS-Redaktion überzeugt haben. Eines davon ist das große hochauflösende Display, auf dem Anrufe, editierbare Anruflisten, Adressbuch und andere Funktionen übersichtlich dargestellt werden. Für insgesamt 48 programmierbare Tasten (auf vier virtuellen Seiten) steht sogar ein zweites Display zur Verfügung. Optional bietet Snom das Erweiterungsmodul D3 an, das ermöglicht, die Funktionstasten des Telefons zu erweitern.

OPTIONALE ERWEITERUNGEN

Das D3-Erweiterungsmodul hat 18 programmierbare, mehrfarbige LED-Tasten, die sich mit allen auf den Snom-Telefonen verfügbaren Funktionen belegen lassen. Insgesamt kann der Anwender drei Erweiterungsmodule anschließen. Das Besondere am Display: Das mühselige Beschriften von Papierstreifen, um die programmierbaren Tasten zu kennzeichnen, kann entfallen, da sich auf dem Display alle notwendigen Informationen in Klarschrift anzeigen lassen. Änderungen lassen sich selbstständig vom Anwender über die Web-oberfläche des Telefons oder auch über die angeschlossene Anlage vornehmen. Ein High-speed-USB-Anschluss ermöglicht den Anschluss einer Vielzahl von Zubehör wie beispielsweise eines WLAN-Adapters. Des Weiteren bietet das D345 einen Gigabit-Ethernet-Switch für die Anbindung an ein LAN oder an ein VPN (Virtual Private Network) für eine weitere Sicherheitsebene. Zudem unterstützt das Telefon den Electronic Hook Switch (EHS) für das Annehmen, Führen und Beenden von Gesprächen über ein schnurloses Headset.

Klaus Leifeld

 

FAZIT

Das Snom D345 ist ein Geschäftstelefon der Oberklasse, das für den Einsatz in Büroräumen, Arztpraxen, Kanzleien und Callcentern entwickelt wurde und den Anforderungen der IT-Service-Provider entspricht. Insbesondere die Sprachqualität,die Integration in bestehende Telefonanlagen und die einfache Bedienung des D345 haben die FACTS-Redaktion überzeugt. Dies taten auch Features wie zwölf SIP-Konten (Session Initiation Protocol), zwei Displays und nicht zuletzt das elegante Design.

Produkt: D345
Beschreibung: IP-Telefon
Anbieter: Snom
Preis: 216 Euro exkl. MwSt.
Kontakt: www.snom.de 

 

Beurteilung

testsiegel

Sprachqualität: 6/6
Integration in ein bestehendes
Telekommunikationssystem: 6/6
Handhabung/Bedienung: 6/6
Preis/Leistung: 6/6

Gesamtergebnis: sehr gut   

 

 


 Fotos: Elmar Wolff, snom

 
 
 
 

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