Aktuelle Ausgabe

TEST Wasserspender Water at Work W1/W2 9/2019

Kategorie: Aktuelle Ausgabe

„Das beste aber ist das Wasser“ Pindar

Schon seit vielen Jahren sind der FACTS-Redaktion die innovativen, durchdachten und vor allem kundenfreundlichen Konzepte der Kaffeeversorgung durch Coffee at Work bekannt. Das Dienstleistungkonzept „water at work“ bietet nun nach einem nahezu identischen Modell ein Rundum-sorglos-Mietpaket für die Wasserversorgung im Unternehmen an. FACTS hat getestet.

 

 

In vielen Unternehmen gehört es zur Philosophie, die Mitarbeiter bei der täglichen Arbeit nicht nur mit modernsten Arbeitsmitteln, sondern auch mit Getränken und manchmal sogar Obst zu versorgen. Das trägt zur Motivation bei und kann, wenn man es richtig macht, überaus gesundheitsfördernd sein und nicht zuletzt auch zum Umweltschutz beitragen.

Das Wittener Unternehmen Coffee at Work bietet beispielsweise in diesem Bereich in seinem Dienstleistungskonzept „water at work“ mit den Wassertafelgeräten W1 und W2 innovative Spender in einem vertragsfreien Mietpaket an. Die „Hardware“ bilden die zwei Wasserspender W1 und W2, die FACTS zwei Monate lang testete. Die Systeme hatten einiges zu tun, denn im Testzeitraum wurden Temperaturen von 35 Grad und mehr gemessen und der Verbrauch an Wasser war deshalb besonders groß.

STARK KONTROLLIERT

Der technische Grundgedanke bei den Edelstahlmaschinen: Das Wasser kommt aus der normalen Hauswasserleitung und sowohl W1 als auch W2 veredeln es durch Filterung, Kühlung und Sprudelung. W1 versorgt bis zu 45 Mitarbeiter und Gäste täglich und W2 bis zu 90 Personen.

In Deutschland gehört Trinkwasser zu den am stärksten kontrollierten Lebensmitteln. Flaschenwasser wird dagegen nicht durchweg geprüft. Natürliche Mineralwässer benötigen eine amtliche Anerkennung. Tafelwasser dagegen kann neben verschiedenen natürlichen wie künstlichen Quellen auch dem normalen Trinkwasser entnommen werden.

water at work sorgt darüber hinaus für einen noch bedenkenloseren Trinkgenuss, da die Tafelwassergeräte mit Markenfiltern ausgestattet sind, die auch im klinischen Bereich verwendet werden.
Grafik
Tests zeigen, dass W1 und W2 zuverlässig Verunreinigungen durch Bakterien, Keime, Medikamente, Nitrate, Pestizide, Schwermetalle oder Mikroplastik sowie jegliche Geruchs- und Geschmacksbeeinträchtigungen beheben. Eine integrierte UV-Lampe im Auslaufhahn verhindert das Eindringen von Keimen (Rückverkeimung).

Die Installation der Wasserspender wird durch geschulte Mitarbeiter vorgenommen. Einzige Voraussetzungen sind ein Festwasseranschluss und eine bestimmte Raumgröße, die aufgrund der für den „Sprudel“ benötigten Kohlensäureflaschen auf keinen Fall unterschritten werden darf. Die Maschinen an sich sind für den Anwender kinderleicht zu handhaben. Das gilt sowohl für das Zapfen von Wasser als auch für die tägliche Reinigung und das Wechseln der Kohlensäureflaschen, die in einem dafür vorgesehenen Unterschrank untergebracht werden. Möchte man trinken: Glas oder Karaffe auf die gekennzeichnete Fläche stellen, die entsprechende Taste für kaltes, zimmerwarmes oder kaltes gesprudeltes Wasser drücken – fertig.

Der eine oder andere FACTS-Mitarbeiter fühlte sich gar nicht wohl, als ihm mitgeteilt wurde, dass er für den Testzeitraum auf seine geliebte persönliche Plastikwasserflasche verzichten und nun Wasser aus dem Hahn trinken sollte. Doch schon nach wenigen Stunden waren alle von der neuen water-at-work-Wasserversorgung begeistert. „Das Wasser schmeckt hervorragend und ist sogar individuell durch das Drücken unterschiedicher Tasten je nach Geschmack, Lust oder Laune gekühlt, ungekühlt, still oder gesprudelt“, schwärmte ein FACTS-Gast.

Ein wichtiger Aspekt bei der Entscheidung für den Einsatz eines Wasserspenders ist schließlich auch der Umweltgedanke: Obwohl sich weltweit Bemühungen, Plastik-müll zu reduzieren, beobachten lassen (siehe Kasten), wird noch lange nicht genug getan. 
Hier kann jeder helfen, auf Plastikprodukte, die nicht unbedingt notwendig sind, zu verzichten. Die beste Plastikflasche ist eben 
die nicht vorhandene Plastikflasche … Und wer auf Glasflaschen schwört, sollte kurz überlegen, welche Energie gebraucht wird, um diese zu reinigen, zu befüllen und zu transportieren.

Für den Testzeitraum hat sich FACTS die optionalen Glaskaraffen von water at work besorgt, in diese das gesprudelte gekühlte Wasser abgefüllt und so den Verlagsgästen angeboten. Diese zeigten sich begeistert, wie auch die FACTS-Mitarbeiter, die nun das kühle Nass nicht mehr vermissen möchten.

Klaus Leifeld

 

FAZIT

Gerade an den ersten heißen Sommertagen war dieser Test für die FACTS-Redaktion eine wahre Wohltat. Mit seinem Rundum-Konzept bietet water at work eine moderne Wasserversorgung für jeden Geschmack im Unternehmen an. Das Gerät ist schnell betriebsbereit, einfach zu bedienen und sieht obendrein noch gut aus.

 

Produkt: Dienstleistungskonzept water at work
Beschreibung: Trinkwasserversorgung
Anbieter: Coffee at Work
Preis: 99 Euro/Monat exkl. MwSt.

Kontakt: www.water-at-work.net

 

 

 

Beurteilung

FACTS SehrGut 0919

Handhabung: 6/6
Funktionalität: 6/6
Preis/Leistung: 5,5/6
Geschmack: 6/6

Gesamtergebnis: sehr gut / Tipp der Redaktion

 

 

FACTS Tipp 0919

                                                   

 

INFO:

Faire Rahmenbedingungen

Nachdem geklärt wurde, dass FACTS alle Anforderungen in Sachen Festwasseranschluss und Raumgröße erfüllt, kam per Mail eine Überlassungserklärung für den Wasserspender, die natürlich unterschrieben werden musste.

In dem Dokument sind auch die Preise für die water at work-Wasserversorgung aufgeführt. Für die Überlassung des W1-Wasserspenders berechnet das Wittener Unternehmen 99 Euro für das Rundum-sorglos-Mietpaket (siehe unten). Die notwendigen CO2-Flaschen lassen sich über den Fachhandel oder auch über water at work beziehen. Optional bietet das Unternehmen noch Glas- oder Kunststoffkaraffen an. Eine Kündigung der Mietvereinbarung ist mit einer Frist von sechs Monaten jederzeit möglich.

Anmerkung der Redaktion: Der monatliche Preis von 99 Euro hört sich erst einmal nach viel Geld an. Doch dafür gibt es eine sehr hochwertige Maschine, die permanent kaltes, warmes, sprudelndes oder stilles Wasser bereitstellt, die häufig gewartet wird, das Wasserkistenschleppen überflüssig macht und obendrein noch äußerst umweltfreundlich ist. Den monatlichen Preis also einfach nur dem entsprechenden Wert von Wasserkisten gegenüberstellen, wäre daher unfair.

Leistungen für das 99-Euro-Rundum-sorglos-Mietpaket:

• Kein Kauf, kein Leasing  
• Miete des Geräts*  
• Lieferung & Inbetriebnahme inkl. DGUV-V3-Prüfung
• Halbjährliche Wartung & Sanitation
• Alle Reparaturen und Ersatzteile inbegriffen
• Markenhygienefilter
• Auf Wunsch Unterschrank inklusive
• Technische Hotline
• Betreuung durch eigene, speziell ausgebildete Techniker

*Eine Frist von sechs Monaten muss nach Mietbeendigung eingehalten werden.

 

plastikflaschen 

INFO:

Kein schöner Gedanke

Wie Treibhausgase und CO2-Emissionen ist die Verschmutzung durch Plastik ein globales Problem – im Moment landet jede Minute die Ladung eines Mülllasters im Meer. Aktuellen Prognosen zufolge wird sich die jährliche Plastikproduktion von derzeit 311 Millionen Tonnen in den kommenden 20 Jahren verdoppeln. Bis heute hat die Welt den Planeten mit unfassbaren 8,3 Milliarden Tonnen Kunststoff überzogen. Demgegenüber steht eine jährliche Recyclingquote von gerade mal 14 Prozent. Die fünf größten Verursacher des Plastikmülls in den Weltmeeren sitzen in Südostasien – es sind: China, Indonesien, Thailand, Vietnam und die Philippinen. In diesen Ländern fehlen professionelle Abfallwirtschaftssysteme sowie das notwendige Bewusstsein für die Situation. In den meisten Industrienationen, insbesondere in Deutschland, ist die Verwertungsquote relativ hoch. Dennoch kein Grund, sich zurückzulehnen.

Deutschland ist Europameister im Wegwerfen. Durchschnittlich 220 Kilogramm Verpackungsmüll verursacht jeder Bundesbürger im Jahr. Rund ein Drittel des Abfalls, der in der gelben Tonne landet, gilt nach wie vor als „nicht recyclingfähig“– er ist zu stark verschmutzt oder besteht aus Verbundmaterialien, das heißt ihm wurden Zusatzstoffe (Additive) wie Flammschutzmittel, Stabilisatoren, Weichmacher und Ähnliches hinzugefügt. Diese wiederum sind nur schwer voneinander zu trennen. Doch anstatt bessere Sortieranlagen zu entwickeln, hat man sich bislang darauf beschränkt, da es günstiger ist, den Plastikmüll einfach zu verbrennen – oder ihn eben in asiatische Schwellenländer zu exportieren.

China hat mittlerweile einen Importstopp verhängt. In Malaysia und Indonesien hat die deutsche Entsorgungsbranche neue Abnehmer gefunden. Zwar ist die Ausfuhr von Plastikabfall aus Deutschland nur erlaubt, wenn er im Zielland recycelt wird, doch unter anderem Greenpeace konnte nachweisen, dass unsortierte und schwer recycelbare Kunststoffabfälle zur Plastikvermüllung in Entwicklungsländern beitragen. Mit der Zersetzung des Kunststoffabfalls auf den Müllhalden dieser Welt beziehungsweise der Verklappung der Plastikprodukte im Meer, beginnt ein weiterer folgenschwerer Prozess. Der Werkstoff löst sich mit der Zeit in kleinere/kleinste Partikel auf. Man spricht dann von Mikroplastik (wissenschaftlich noch nachweisbar) oder sogar Nanoplastik (nicht mehr nachweisbar) – beides ist überhaupt nicht recycelbar, gelangt aber durch die Nahrungskette in den menschlichen Organismus – und das nicht nur in Südostasien, sondern auch bei uns.

Mikroplastik oder Nanoplastik entstehen aber nicht allein durch die oben genannten Prozesse. Weitaus weniger bekannt, dafür aber die Hauptquellen der Emissionen in den westlichen Industrienationen sind Abrieb bei Reifen oder Gummisohlen, die Verwitterung von Farben oder das Waschen synthetischer Kleidung. Ganz zu schweigen von den vielen Kosmetikartikeln, die die Partikel für den peelenden oder abreibenden Effekt einsetzen.

Berichte über Funde von Mikroplastik in Lebensmitteln wie Honig, Trinkwasser, Bier und Softdrinks hat es bereits gegeben. Die gesundheitlichen Risiken für den Menschen können noch nicht genau bestimmt werden. Ebenso fehlt es derzeit an zuverlässigen Messverfahren, um derart kleine Teilchen mit einer Größe unter 10 Mikrometer nachzuweisen. 

 


 Fotos: Silke Cremer, shutterstock