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Die Cyber-Police ist in Mode

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Die Cyber-Police ist in Mode

Um sich vor Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl zu schützen, schließen viele Unternehmen eine entsprechende Versicherung ab. Vor allem große Unternehmen sichern sich ab.

Waren es vor zwei Jahren erst 11 Prozent, haben heute schon 14 Prozent der Industrieunternehmen eine Cyberversicherung abgeschlossen. Ein Drittel denkt darüber nach, für 38 Prozent ist das gar kein Thema. Diese Zahlen gehen aus einer Studie des Bitkom-Verbands hervor, für die mehr als 500 Geschäftsführer und Sicherheitsverantwortliche quer durch alle Industriebranchen repräsentativ befragt wurden. „Eine Cyberversicherung kann eine sinnvolle Ergänzung im Risikomanagement sein, ersetzt aber keine robuste IT-Sicherheit“, sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsführung. „Nur wer bei der IT-Sicherheit gut aufgestellt ist, kommt auch als Versicherungsnehmer infrage.“

Große Unternehmen setzen stärker auf Versicherungen als kleine. Von den Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern ist ein Drittel versichert. Für drei von zehn Unternehmen (28 Prozent), die in den letzten zwei Jahren von digitalen Angriffen betroffen waren und eine Cyberversicherung abgeschlossen haben, hat sich die Police gelohnt. „Cyberangriffe können jeden treffen, egal wie gut ein Unternehmen geschützt ist“, meint Dehmel. „Unternehmen und Versicherungsgeber sollten klar definieren, bei welchen Vorfällen eine Cyberversicherung greift und wie mögliche Schadensfälle nachgewiesen werden.“ Cyberversicherungen können nach Attacken etwa die Kosten für die Reparatur von IT-Systemen oder die Wiederherstellung von Daten übernehmen. Abgedeckt sind in der Regel auch Schäden, die bei einer Betriebsunterbrechung entstehen. Neben externen Angriffen sind je nach Police auch Bedienungsfehler durch Mitarbeiter oder technische Störungen mitversichert. Unternehmen können sich zudem gegen eigene Datenschutzverstöße absichern. Wirtschaftsschutz ist allgemein ein bedeutendes Thema für die Industrie. Laut einer aktuellen Bitkom-Studie ist Industrieunternehmen in den vergangenen zwei Jahren ein Gesamtschaden von 43,4 Milliarden Euro durch Sabotage, Datendiebstahl oder Spionage entstanden. Sieben von zehn Industrieunternehmen (68 Prozent) sind in diesem Zeitraum Opfer geworden, jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) vermutet dies.

 

 

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