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Ergonomischer Arbeitsplatz: Arbeitgeber in der Pflicht

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Ergonomischer Arbeitsplatz: Arbeitgeber in der Pflicht

Die Bezuschussung von Steh-Sitz-Schreibtischen durch die Deutsche Rentenversicherung (DRV) ist nicht mehr selbstverständlich. Vielmehr ist der Arbeitgeber gemäß den Arbeitsschutzbestimmungen dafür verantwortlich, für eine Büroausstattung zu sorgen, die den Wechsel zwischen stehender und sitzender Tätigkeit ermöglicht.

Diese Information erhielt der Arbeitsplatzexperte Martin Lauble auf Anfrage an die DRV. Zuvor standen die Chancen nicht schlecht, 1.200 Euro Zuschuss für einen höhenverstellbaren Schreibtisch zu bekommen, sofern der Antrag vor dem Kauf gestellt wurde.

Des Weiteren wies Lauble auf ein Urteil des Sozialgerichts Dresden hin, das die Klage einer schwerbehinderten Sachbearbeiterin abwies, die einen orthopädischen Bürostuhl benötigte. Der vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellte Stuhl linderte nicht ihre Rückenschmerzen, woraufhin sie bei der Rentenversicherung einen neuen beantragte, was diese ablehnte. Die Richter waren der Ansicht, dass der Arbeitgeber in der Pflicht stehe, den ergonomisch angemessenen Stuhl zu stellen. Auch dies ist ungewöhnlich: Bisher hat die DRV einen ergonomischen Drehstuhl mit mehr als 400 Euro bezuschusst.

Die DRV übernimmt unter Umständen die „Kosten für sonstige Hilfsmittel und technische Arbeitshilfen, wie zum Beispiel für einen Athrodesenstuhl, wenn die vom Arbeitgeber bereitzustellende ergonomische Ausstattung im Einzelfall medizinisch nicht ausreichend ist. Die Leistung muss wegen der Behinderung zur Ausübung einer bestimmten Tätigkeit an einem konkreten Arbeitsplatz notwendig sein.“

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