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Kommt Coworking nach Corona ganz groß raus?

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Kommt Coworking nach Corona ganz groß raus?

Eine Studie der cowork AG meint, ja, denn Coworking verbinde das Beste aus den Welten von Homeoffice und Büro.

Wenn die Coronakrise eines gezeigt hat, dann, dass unsere Arbeitswelt mehr „remote“ arbeiten kann als man je gedacht hätte. Mehr als drei Viertel der Deutschen konnte sich zu Beginn der Krise vorstellen, im Homeoffice zu arbeiten. Immerhin nahezu ein Viertel aller Beschäftigten in Deutschland arbeitet zurzeit tatsächlich zu Hause. Das sagt die Studie „Coworking vs. Homeoffice“, die im Rahmen einer Abschlussarbeit an der Hochschule Augsburg herausfinden will, wie und warum die Befragten Homeoffice und Coworking nutzen, um so einen Vergleich zwischen den beiden Remote-Work-Optionen ziehen zu können.

Doch was kommt nach der Corona-Krise?

„Die Zahl der Beschäftigten im Homeoffice wird natürlich wieder sinken. Die Zahl derjenigen, die in ein Coworking-Space wechseln, wird dagegen rapide steigen“, sagt Coworking-Experte Tobias Kollewe (Bild). Er ist Gründer und Vorstand der cowork AG und Präsident des Bundesverbandes Coworking Spaces e. V. „Ich glaube, dass viele Beschäftigte und auch Unternehmen gemerkt haben, dass ‚remote Arbeiten‘, also aus der Ferne, möglich und praktikabel ist. Aber nicht unbedingt zu Hause.“

Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Zum einen gibt es nach wie vor zu viele technische, organisatorische und rechtliche Hürden, um dauerhaft einen Heimarbeitsplatz zu etablieren. Mangelhafte Internet- und Mobilfunkverbindung, kein separater, abgeschlossener Arbeitsraum … die Liste der Dinge, die vorübergehend, aber nicht dauerhaft funktionieren, ist lang. Das bestätigen auch die ersten Zwischenergebnisse der Studie.

Autorin Laura Schwarz schreibt darin: „Besonders interessant ist, was die Befragten brauchen, um sich bei der Arbeit wohlzufühlen: Ruhe, viel Licht und nette Gesprächspartner. Letztere hat man im Homeoffice eher selten – das sehen die Umfrageteilnehmer auch als großen Nachteil bei der Arbeit zu Hause. Zudem seien die Vermischung von Arbeit und Privatleben sowie die zum Teil fehlende Infrastruktur, zum Beispiel schnelles WLAN oder ein ergonomischer Schreibtisch, ein großes Manko. Bei all diesen genannten Punkten können Coworking-Spaces Abhilfe schaffen: Als Vorteile nennen die Befragten hier vor allem den Austausch mit anderen und die Abwechslung zu den eigenen vier Wänden. In diesen Zeiten tut es nun mal gut, frisch geduscht und angezogen aus dem Haus zu gehen. So arbeitet es sich direkt konzentrierter.“

Die Befragung zeigt also, dass die Menschen nicht mehr allein im Homeoffice sitzen, sondern wieder unter Menschen sein wollen. Physical oder gar Social Distancing im Arbeitsleben ist vorbei, allein arbeiten ist weniger effektiv, weniger produktiv und auch weniger interessant.
Hier setzen Coworking-Spaces an. Sie verbinden den Wunsch nach „Remote Work“ mit dem sozialen Austausch mit anderen Menschen, mit dem Netzwerken, dem gemeinsamen Arbeiten. Deshalb sieht Kollewe eine starke Zukunft für Coworking-Spaces: „Wir merken heute schon eine veränderte Nachfragesituation: Arbeitnehmer und Arbeitgeber fragen gezielt an. Gerade auch die ökologischen und auch die ökonomischen Faktoren des Pendelns scheinen in den letzten Wochen einen anderen Stellenwert eingenommen zu haben: nicht ins Büro fahren zu müssen, aber trotzdem die Vorteile von Plug-and-Play-Arbeitsplätzen und berufsübergreifenden Netzwerken nutzen zu können – bei deutlichen Kostenvorteilen für alle Beteiligten.

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