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Lebensretter im Fitnessstudio

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Jederzeit und überall kann es passieren, dass jemand plötzlich zusammenbricht. So geschah es auch in dem norddeutschen Fitnessstudio tamado. Wie gut, dass hier Vorsorge in Erster Hilfe und Technik getroffen wurde.

Eine 35-jährige Tradition hat tamado vorzuweisen, ursprünglich als Kampfsportexperte, seit 2002 im gesamten Fitness- und Kursbereich. Heute basiert das Studio auf den drei Säulen „Fläche“ für das übliche Fitnesstraining, Kampfsport – elf Arten bietet tamado an – und einem Kursbereich. Die 1.500 Quadratmeter große Studiofläche soll bald noch erweitert werden. Anders als die meisten Einrichtungen dieser Art, in denen Kinder nichts zu suchen haben, ist tamado ausgesprochen familienfreundlich, bietet Kinderbetreuung an und auch mehr: Schon Dreijährige werden auf spielerische Weise an Jiu-Jitsu herangeführt.

Und nicht nur das: tamado ist eines der wenigen Fitnessstudios, das nach der DIN 33961 zertifiziert ist, eine Norm, die speziell für solche Einrichtungen und die einzige ihrer Art in der ganzen Welt ist. Diese setzt unter anderem voraus, dass Mitarbeiter sich mit Brandschutz auskennen, dass sie Ersthelfer in allen Unfalllagen sind und dass es einen Defillibrator gibt.

Zusammen mit Mitarbeiterin Carina Schmidt nahm der Zertifizierungsverantwortliche Torsten Hass im Vorfeld noch einmal alles unter die Lupe. „Wir haben die Trainingspläne im Detail überarbeitet, Geräte nummeriert sowie die Reinigungs- und Arbeitspläne angepasst.“ Die Anforderungen durch die DIN-Norm hält er für angemessen. „Wir brauchen Trainer, sowohl auf der Fläche als auch im Kampfsportbereich, die kompetent und hoch qualifiziert sind. Darum waren wir den Ansprüchen, gerade im Bereich der Mitarbeiterqualifikation, gewachsen. Wir haben dennoch unsere innerbetrieblichen Prozesse optimiert und so unsere Struktur weiter verbessert“, fasst Torsten Hass, der bei tamado die Finanzverantwortung trägt, zusammen, betont aber auch: „Wir als tamado bewegen uns auf einem hohen Niveau. Ich bin überzeugt, dass nicht alle Studios diese Anforderungen nach DIN-Norm erreichen können. Ich bin froh, dass wir nun auf diese Weise unsere eigene Qualität nach außen sichtbar machen können, denn das war unser Ziel.“ Im Rahmen der Zertifizierung durch die BSA-Zert veranlasste der Projektleiter Erste-Hilfe- sowie Brandschutz-Schulungen für die mehr als 20 Mitarbeiter im tamado-Team. Eine Maßnahme, die sich schon wenige Wochen nach erfolgreichem Abschluss der DIN-Norm-Zertifizierung bezahlt machen sollte.

Nur wenige Wochen nach der Übergabe des „ZertFit“-Zertifikats ereignete sich im Fitnessstudio der Fall, den sich niemand wünscht, auf den das tamado-Studio durch die Zertifizierung jedoch bestens vorbereitet war. „Eines unserer Mitglieder brach auf der Trainingsfläche aufgrund eines Herzstillstands zusammen. So etwas ist bis dato noch nie in unserem Studio passiert und wir waren alle völlig geschockt“, blickt Torsten Hass zurück. Der 54-Jährige, der bereits jahrelang Mitglied ist und eigentlich einen gesunden Eindruck machte, brach zusammen und lag leblos am Boden. „Zum Glück hat unsere Trainerin Daniela David blitzschnell reagiert: Sie hat den Defibrillator aus der Wand gerissen und die Wiederbelebung durchgeführt. Dabei hat sie die nötige Ruhe behalten, sodass es unserem Kunden heute wieder gut geht.“ Der Defibrillator DOC von Almas Industries ist ein Gerät, mit dem auch Nicht-Profis umgehen können: Sobald er von der Wand genommen wird, löst er automatisch einen Notruf aus, sodass der Rettungswagen schnell eintrifft und sich der Ersthelfer inzwischen um den Patienten kümmern kann. Dabei erhält das Gerät die Verbindung zur Rettungsleitstelle aufrecht. Der Helfer kann dadurch präzise Anweisungen entgegennehmen, denn auch wenn er geschult ist, erweist sich ein Einsatz in einer so extremen Stresssituation für Laien eine enorme Herausforderung.

„Wir hatten wirklich Glück im Unglück. Entscheidend waren dabei das Verhalten unserer Trainerin, der vorhandene Defibrillator und die wenige Wochen zurückliegenden Erste-Hilfe-Kurse, die im Rahmen des Zertifizierungsverfahrens absolviert wurden. Wir sind sehr stolz darauf, wie wir bei diesem schlimmen Vorfall handeln konnten“, resümiert auch Inhaber Marc Bonar. Und auch der wiedergenesene tamado-Kunde meldete sich über die Facebook-Seite bereits zu Wort und bedankte sich offiziell persönlich bei seinen Lebensrettern im Studio. Dank ihnen habe er jetzt „zweimal im Jahr Geburtstag!“ Inzwischen trainiert er sogar wieder – zurzeit allerdings noch im Rahmen der Reha. (akn)

Dani

 

 

 

 

 

 

 

 

GERETTET: Dank der blitzschnellen Wiederbelebung hat das tamado-Mitglied jetzt zweimal im Jahr Geburtstag.

 

INFO

Das Notfallsystem DOC von Almas Industries

Der professionelle Notfallmanager DOC (Defibrillator Operational Connected, zu Deutsch „Operativer Vernetzter Defibrillator“) von Almas Industries schließt die Lücke in der Rettungskette, indem er die Zeitspanne bis zum Eintreffen des Rettungsdiensts überbrückt: Er ruft automatisch die Notrufnummer 112 an und hält die Verbindung über eine Freisprecheinrichtung aufrecht, sodass dem Ersthelfer jederzeit professionelle Unterstützung zur Verfügung steht. Die Tatsache, dass die Rettungsstelle alle Informationen zum Patientenzustand in Echtzeit erhält und dadurch eventuell nötige weiterführende Maßnahmen koordinieren kann, kommt sowohl den Berufshelfern als auch dem Leidenden zugute. Das Gerät, das sich auch von medizinischen Laien leicht bedienen lässt, bietet eine automatische Diagnosefunktion, die das Herzflimmern erkennen und einen angemessenen Stromstoß abgeben kann. Die stetige Einsatzfähigkeit des DOC garantiert eine Rund-um-die-Uhr-Fernfunktionsüberwachung des Systems, denn er ist direkt an die Rettungsleitstelle angebunden. Viele Weitere Informationen stellt Almas Industries regelmäßig im Blog zur Verfügung.

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