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Mehr Nachhaltigkeit in der IT

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Mehr Nachhaltigkeit in der IT

Der Technologieanbieter Dell fordert die EU-Regierungen auf, bei der Beschaffung von IT-Lösungen mehr auf Nachhaltigkeit zu setzen.

IT-Anschaffungen bilden einen großen Teil der Ausgaben in öffentlichen Einrichtungen. Dell Technologies fordert jetzt, die Investitionen stärker in eine nachhaltige IT zu tätigen. Die Begründung: Durch gemeinsame Anstrengungen bei der Förderung von Nachhaltigkeit bei der Beschaffung von IT-Produkten können die Regierungen der EU-Länder negative ökologische Auswirkungen begrenzen und gleichzeitig die Lebenszykluskosten der erworbenen Produkte und Dienstleistungen reduzieren.

Obwohl gemäß EU-Richtlinie zur Auftragsvergabe von 2014 bei Ausschreibungen neben dem Preis auch weitere Kriterien berücksichtigt werden sollen, zeige sich heute, dass mehr als die Hälfte der öffentlichen Aufträge in der EU auf Grundlage des niedrigsten Preises vergeben werden. Jüngste Untersuchungen des Beratungsunternehmens Oxford Analytica im Auftrag von Dell Technologies offenbaren, dass ein fehlender Dialog mit der IT-Industrie und ein Mangel an Beratung bei der Anwendung relevanter sozialer und ökologischer Nachhaltigkeitskriterien zentrale Hürden bei der Einführung einer nachhaltigen IT-Beschaffung sind. Der Technologiekonzern formuliert deshalb drei Forderungen:

Erstens soll die Europäische Kommission die Entwicklung und Verbreitung sektorspezifischer Leitlinien bei der Umsetzung der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit im öffentlichen Auftragswesen unterstützen. Sie soll mit relevanten Branchen, Experten und nationalen Interessengruppen zusammenarbeiten und dabei bestehende internationale Leitlinien und Best Practices berücksichtigen. Wichtig seien darüber hinaus der Aufbau von Kapazitäten, der Austausch über bewährte Verfahren und Berichte zu den Fortschritten in den Mitgliedsländern.

Zweitens sollen die Regierungen der Mitgliedstaaten standardmäßig die Nachhaltigkeit bei öffentlichen Aufträgen berücksichtigen, die Zusammenarbeit mit der IT-Industrie fördern und die praktische Umsetzung durch Kapazitätsaufbau und geeignete Instrumente für öffentliche Auftraggeber unterstützen.

Drittens soll die IT-Branche mit der Europäischen Kommission und den nationalen Interessengruppen im öffentlichen Auftragswesen zusammenarbeiten und sich mit ihnen zu Best Practices und Innovationen austauschen, um die Nachhaltigkeit im IT-Lebenszyklus zu verbessern. Wichtig sei ebenso eine Kooperation mit der Responsible Business Alliance (RBA) bei der Definition und Weiterentwicklung gemeinsamer Anforderungen für Nachhaltigkeit in der Lieferkette. Die RBA ist ein Non-Profit-Industrieverband, dessen Mitglieder sich zur Einhaltung eines Corporate Social Responsibility (CSR) Code für globale Lieferketten verpflichtet haben.

„Dell Technologies kennt die wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile eines Kreislaufmodells aus erster Hand. Es ist eine Win-win-Situation, die gleichzeitig den Energiebedarf, die Kosten und den ökologischen Fußabdruck reduziert“, erläutert Louise Koch, Corporate Sustainability Director, Dell EMEA. „Durch die enge Zusammenarbeit mit der RBA, den EU-Regierungen und Unternehmen können wir die Anstrengungen zur Bewältigung kritischer Herausforderungen, einschließlich der Bekämpfung des Klimawandels, beschleunigen.“

 

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