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„Praxis-Wächter“ für den Arzt

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„Praxis-Wächter“ für den Arzt

Eine neue Firewall-Lösung, die speziell für Ärzte entwickelt wurde, hat der Security-Gateway-Hersteller Linogate herausgebracht. Mit ihr lassen sich Patientendaten effektiv vor gravierenden Sicherheitslücken schützen.

Das E-Health-Gesetz verpflichtet Arztpraxen seit Juni 2019 dazu, sich über einen Konnektor an die Telematik-Infrastruktur anzuschließen. Bei dem Konnektor handelt es sich um ein vom Bundesamt für Informationstechnik zertifiziertes Gerät, das die sichere Kommunikation mit der Telematik-Infrastruktur über ein VPN (Virtual Private Network) ermöglicht. Im Laufe des Jahres 2020 wird das auch für Apotheken und Krankenhäuser gelten.  Wer sich nicht daran hält, muss mit Honorarabzügen von derzeit einem Prozent rechnen.

Das Problem: Schon jetzt sind viele Arztpraxen fehlerhaft an die Telematik-Infrastruktur angeschlossen – beispielsweise werden Router und Konnektor parallel installiert, was zu Sicherheitslücken führt. Insgesamt befinde sich die Sicherung der Patientendaten gegen Angriffe aus dem Internet bei der überwiegenden Mehrheit von Arztpraxen in einem äußerst bedenklichen Zustand, hat eine Analyse der Fraunhofer Gesellschaft herausgefunden. „Hauptaufgabe eines Routers ist es, eine Verbindung herzustellen. Vor Cyberangriffen schützt er, entgegen so mancher Behauptung, jedoch kaum“, sagt Thomas Scholz, Geschäftsführer von Linogate, einem Hersteller von Firewall-Lösungen. „Nach 20 Jahren in der Cyber-Security-Branche hätte ich mir nicht träumen lassen, dass ausgerechnet unsere sensibelsten Daten solchen Gefahren ausgesetzt sind. So ist es kein Wunder, dass bereits zigtausend Patientendaten gestohlen wurden, denn diese werden von Cyberkriminellen teuer gehandelt. Das alles ist der fahrlässigen Herangehensweise beim Anschluss an die Telematik-Infrastruktur geschuldet. Am Ende werden aber nicht die Fahrlässigen, sondern die Ärzte bestraft.“

Linogate hat sich mit dieser Sicherheitsthematik befasst und den „Praxis-Wächter“ entwickelt, ein hardwarebasiertes Internet-Security-Gateway für bis zu zehn Benutzer. Es wird hinter den Router und vor das Praxisnetz als dessen Schutzwall gesetzt und filtert alle ein- und ausgehenden Daten auf einen schadhaften Code hin: Der Praxis-Wächter erkennt und blockiert Cyberbedrohungen im ein- und vor allem auch im ausgehenden Internet-Datenverkehr – dazu zählen E-Mails, Downloads und das Sichern des Surfens im Internet. Auf diese Weise bietet er effektiven Schutz für Arztpraxen vor möglichen Datenpannen und damit vor äußerst kostspieligen Datenschutzverletzungen.

Im lokalen Netz der Praxis findet durch den „Praxis-Wächter“ zudem eine sicherheitsrelevante Trennung zwischen Praxisnetz und Konnektor mit Patientenkartenlesegerät statt. Er wird als einfache Bridge-Firewall in das lokale Praxisnetz integriert, ohne dass man hierfür interne Geräte umkonfigurieren muss. Mittels eines softwarebasierten Assistenten können im laufenden Betrieb tieferergehende Sicherheitseinstellungen vorgenommen werden.

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