Aktuelles

News

Schwachstellen: Angriffe über kuriose Geräte

Kategorie: News
Schwachstellen: Angriffe über kuriose Geräte

Hätten Sie gedacht, dass ein Aquariumthermometer ein Einfallstor für Hacker sein kann? Der zum Airbus-Konzern gehörende Sicherheitsanbieter Stormshield hat noch weitere Kuriositäten ermittelt.

Schade, wenn Hacker ihre kreative Energie in Kriminalität umsetzen. Manche Angriffe sind so originell, dass man den dahintersteckenden Menschen gern sinnvoll dort einsetzen würde, wo sich der Einfallsreichtum für gute Zwecke einsetzen ließe.

Das smarte Home oder Office bieten eine Menge Schwachstellen, die zu denken geben. Dass ein Faxgerät Zugriff auf die Daten, die darüber verschickt werden, bieten kann, überrascht nicht allzu sehr. Schlimm daran ist, dass sie insbesondere beim Gesundheitswesen im Einsatz sind, das große Mengen an sensiblen Daten verarbeitet. Ebenso unangenehm ist, dass USB-Kabel den Hackern einen Tunnel beispielsweise zum Smartphone bieten, das wir zum Aufladen an den Computer anschließen.

Auch die Maus kann es in sich haben: Netragard, ein auf IT-Sicherheits-Audits spezialisiertes Unternehmen, hatte die Idee, eine zu hacken und mit einer Spyware zu versehen. Die Maus wurde als Werbegeschenk an einen Mitarbeiter gesendet, der diese ahnungslos installierte. Nach dem Anschließen stellte sie im Nu eine Verbindung mit einem externen Server her. Somit erfüllte die Netragard ihre Mission, mögliche Sicherheitsschwachstellen beim betreffenden Unternehmen aufzudecken.

Forscher der Universität Princeton wiederum haben ein Szenario getestet, das ganz bestimmt auch in unseren eigenen vier Wänden denkbar wäre. Bei diesem Angriff übernehmen Hacker die Kontrolle über Geräte mit hohem Stromverbrauch, um das Stromnetz zu destabilisieren. Laut dieser Studie würden schon 42.000 elektrische Wasserkocher ausreichen, um 86 Prozent des polnischen Stromnetzes außer Betrieb zu setzen.

Die größte Kuriosität aber ist das Aquariumthermometer: Hacker haben das vernetzte Thermometer des Aquariums in einem Casino genutzt, um auf dessen Daten zuzugreifen. Dies ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Schwachstellen oft in „Gadgets“ liegen, die meistens nicht als sicherheitsrelevant eingestuft werden.

Alle vernetzten Geräte im Privat- oder Berufsleben stellen eine potenzielle Bedrohung dar, solange die Hersteller keine Schutzmaßnahmen bereits in der Entwicklungsphase integrieren. Zusätzlich zum „Security by Design“-Ansatz ist es jedoch unerlässlich, sicheren Betriebsbedingungen dieser Geräte während ihrer gesamten Nutzungsdauer aufrechtzuerhalten. Das beinhaltet auch, die Nutzer für ein gewisses Maß an „digitaler Hygiene” zu sensibilisieren.

 

 

Merken

Aktuelles/Dialog

Ältere Meldungen

IN KONTAKT TRETEN

FACTS Verlag GmbH

Theodor-Althoff-Straße 45 • 45133 Essen

(+49) (0) 201 87 126 800

(+49) (0) 201 87 126 811