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TEST Xystec Fingerabdruck-Scanner 09/2018

Kategorie: News

Das machen Sie doch mit dem kleinen Finger!

Nicht erst seit dem Inkrafttreten der neuen Datenschutzgrundverordnung werden Sicherheit und Datenschutz großgeschrieben. Lösungen, die den damit verbundenen Aufwand reduzieren, schaffen Abhilfe – so auch der Fingerabdruck-Scanner von Xystec (Vertrieb über Pearl), den die FACTS-Redaktion unter die Lupe genommen hat.

 

Wichtige Dateien müssen gesperrt werden, Nachrichten verschlüsselt und so weiter. Eine sichere Methode, die keine langen aufwendigen Passwörter notwendig macht, ist das Verwenden von Fingerabdrücken. Diese sind so eindeutig und unverwechselbar wie DNA und lassen sich schnell und unkompliziert abrufen. FACTS testete einen 360-Grad-Fingerabdruck-Scanner der Marke Xystec vom Anbieter Pearl. Das System ermöglicht es, den Zugriff auf einzelne Dateien, Ordner oder auch Benutzer bei Windows zu sperren und anschließend ohne Passworteingabe, sondern per Fingerabdruck freizuschalten. Dazu braucht es lediglich einen freien USB-Port am Laptop, dem Computer oder der Tastatur.

Bei der Lieferung fiel den FACTS-Redakteuren sofort die kleine Pappverpackung auf. Nur elf mal acht Centimeter groß, enthält sie jedoch alles, was man braucht: eine Kurzanleitung, eine Mini-CD für die Installation der Software und den USB-Stick mit der Scanfläche. Eine ausführliche Anleitung steht online zum Download zur Verfügung.

Die Installation der Treiber funktioniert automatisch und dauert kaum 20 Sekunden. Die mitgelieferte kompatible Software SmartID lässt sich anschließend über die Mini-CD installieren. Keine Sorge: Diese lässt sich trotz der Größe von jedem Standard CD-Laufwerk lesen. Anschließend kann man über das SmartID-Interface direkt den ersten Fingerabdruck einspeichern. Dazu muss man einen beliebigen Finger circa 15-mal in leicht geänderten Winkeln an den Scanner halten. So erkennt die 360-Grad-Funktion den Finger später, egal wie er angelegt wird. Das komplette Einrichten durch die FACTS-Redakteure hat ohne einen Blick in die Anleitung in unter sieben Minuten geklappt.

Nach der Installation testete FACTS die verschiedenen möglichen Optionen. Dazu gehören das Sperren einzelner oder mehrerer Dateien, das Einloggen bei Windows, das Erstellen eines Sicherheitsordners und das automatische Verbinden und Einloggen bei Onlinekonten. Alle Funktionen ließen sich nach einem kurzen, aber notwendigen Blick in die Anleitung schnell einrichten. Erwähnenswert ist hierbei, dass die Bedienung zwar in Deutsch, die Software aber leider ausschließlich in einer englischen Version erhältlich ist. Die Funktionen von Smart-ID sind praktisch. Gerade der Sicherheitsordner erwies sich als nützlich: Damit werden alle Dateien in dem festgelegten Ordner automatisch gesperrt, sodass man gut in zu sichernde und frei zugängliche Projekte unterteilen kann. Auch die Anmeldung als Windows-Nutzer überzeugte. Sofort nach dem Auflegen des Fingers wird der Nutzer erkannt und es wird auf seinen Desktop gewechselt.

Das ausschlaggebende Kriterium bei der Bewertung eines Fingerabdruck-Scanners ist wohl die Erkennungsrate. Im FACTS Test erreichte der Stick eine Quote von etwa 90 Prozent, wobei kein merkbarer Verzug zwischen Auflegen und Erkennen bestand. Das liegt im Bereich der Fingerabdruck-Scanner schon weit oben, vor allem in dieser Preiskategorie. Von so manch anderen Scannern – zum Beispiel bei Smartphones – waren die Tester deutlich schwächere Ergebnisse gewohnt. Man muss selbstverständlich darauf achten, dass die Finger nicht nass sind, aber selbst das Erkennen leicht verschwitzter Hände bewältigte der Scanner noch ohne ein extra Abtrocknen vorweg. Etwas eigentlich Selbstverständliches: Auch nach zahlreichen Versuchen gelang es den Testern nicht, mit anderen als den eingespeicherten Fingern ein erfolgreiches Erkennen zu erwirken.

Große Unternehmen haben ihre eigenen Sicherheits- und Datenschutzsysteme, die dort sicherlich auch besser geeignet sind. Für den privaten Nutzer, das Home-Office oder ein kleines Unternehmen, das natürlich auch sensible Daten verwalten muss, ist der USB-Stick sicherlich keine schlechte Option. Denn lange komplizierte Passwörter, die übrigens oft nicht beim ersten Versuch korrekt eingetippt werden, leisten zwar gute Dienste, aber der Weg über einen Fingerabdruck ist schneller und mindestens genauso sicher. Außerdem bleibt trotz des Scanners natürlich immer die Möglichkeit, einfach das Windows-Passwort zu benutzen.

Jonah Jeschonneck

 

FAZIT

Der Xystec-Fingerabdruck-Scanner konnte die Redaktion im Test überzeugen. Vor allem die Erkennungsrate schnitt gut ab. Die Inbetriebnahme verlief schnell und unkompliziert. Die Software SmartID bietet sinnvolle Anwendungsmöglichkeiten für den Scanner. Für das kleine Unternehmen oder das Home-Office kann sich die unkomplizierte Sicherung definitiv lohnen.

 

Produkt/Beschreibung: 360-Grad-Fingerabdruck-Scanner
Anbieter: Xystec (Vertrieb über Pearl)
Preis: 19,20 exkl. MwSt.
Kontakt: www.pearl.de

Beurteilung

Software/Funktionalität: 6/6
Erkennungsrate: 6/6
Handhabung/Bedienung: 5/6
Preis-Leistung: 6/6
Gesamtergebnis: Online-Tipp

OnlineTipp0918R  

Fotos: Silke Cremer

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