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Umdenken im Marketing

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Umdenken im Marketing

Einfach mutiger sein – das gilt zumindest für den Mittelstand, wenn es um Influencer-Marketing geht. So gewinnt dieses auch im B2B-Bereich immer mehr an Bedeutung.

Influencer-Marketing als neue Form des Empfehlungsmarketings bietet nicht nur großen, sondern auch kleinen und mittelständischen Unternehmen die Chance, ihre Bekanntheit zu steigern und die Marke zu stärken. Doch oft fehlt es noch an Know-how – und es bedarf eines Umdenkens. Worauf Industrieunternehmen achten müssen, wenn sie im Influencer-Marketing aktiv werden, weiß Stefan Weigl, Senior Account Manager bei der Fink & Fuchs AG (Bild).

Schon das bvik-Trendbarometer 2018, das jährlich die relevanten Marketingthemen der Zukunft beleuchtet, zeigte die Wichtigkeit des Influencer-Marketings auf. Bei der Erhebung wurde jedoch auch deutlich, dass sich zwei Drittel der Befragten noch nicht ausreichend über die Möglichkeiten im B2B-Bereich informiert fühlten, 83 Prozent gaben an, dass es an Know-how zum Thema fehlt.

Die wohl größte Herausforderung im B2B-Bereich besteht laut Weigl darin, die passenden Influencer für die eigenen Produkte zu finden: „Hierfür sollte man sich ausreichend Zeit nehmen. Schließlich geht es nicht nur um eine Kampagne, sondern um den Aufbau von langfristigen Beziehungen, die große Auswirkungen auf das Image haben können“, berichtet der Experte. „Die Meinungsmacher müssen daher zum Unternehmen und den Produkten passen.“

Ansatzpunkte für die Recherche nach passenden Personen sollen unter anderem Monitoring-Tools und soziale Netzwerke wie XING, LinkedIn, Facebook und Twitter bieten. „Als Influencer funktionieren Kunden, Business-Partner, Journalisten und Mitarbeiter im B2B-Bereich deutlich besser als Promis oder YouTuber. Deren Perspektive liegt näher an der eigenen, sie sind affiner für die behandelten Themen – und damit glaubwürdiger“, sagt Weigl.

Relevanz und Reputation sind wichtiger als bloße Reichweite. Experten raten deshalb dazu, die Meinungsmacher direkt im eigenen Unternehmen aufzubauen, sogenannte Corporate Influencer. Dazu zählen neben der Geschäftsführung, die die Strategie und die Ziele des Unternehmens vermittelt und in der Öffentlichkeit repräsentiert, alle Mitarbeiter, die das Unternehmen und seine Kultur nach außen vertreten.

Doch die Experten geben auch zu bedenken: Schnellschüsse verschwenden unnötig Ressourcen. Und: Mut ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. „Influencer-Marketing ist authentisch. Es gibt hier kein Drehbuch. Unternehmen müssen daher mutig genug sein, ein Stück weit die Kontrolle abzugeben und sich auf den Influencer und dessen individuelle Art der Kommunikation einzulassen. Das bedeutet für viele Marketingverantwortliche ein Umdenken. Umso wichtiger ist es auch, die Influencer sorgsam auszuwählen. Es sollte eine Person sein, die sich in der Branche sehr gut auskennt und für die Zielgruppe eine Vorbildfunktion hat“, sagt es bvik-Vorstand Dr. Andreas Bauer, VP Marketing & Communications der Leistritz AG, abschließend.

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