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Virenalarm am Smartphone

Kategorie: News
Virenalarm am Smartphone

Die Deutschen nehmen es mit der „digitalen Hygiene“ nicht so genau – allem voran zeigen IT-Sicherheit und Smartphone-Hygiene deutliche Mängel, hat eine aktuelle Umfrage von G Data CyberDefense gezeigt.

Immer erreichbar sein, Nachrichten lesen oder Videos anschauen: Als ständiger Begleiter nehmen die Deutschen das Smartphone überall hin mit – auch auf die Toilette, wie die repräsentative Umfrage von G Data CyberDefense unter 1.000 deutschen Internetnutzern herausfand. Rund 40 Prozent können demnach nicht auf das Mobiltelefon auf dem stillen Örtchen verzichten, davon sind rund drei Viertel im Alter von 18 bis 29 Jahre, bei den über 60-Jährigen hingegen nur noch etwa 20 Prozent. Auch wer über einen formal hohen Bildungsstand verfügt, nimmt das Smartphone häufiger mit: Fast die Hälfte der Deutschen mit einem hohen Abschluss (48 Prozent) macht Gebrauch vom Smartphone auf dem Klo.

„Gerade jetzt sollte jeder ein Gerät, das in fast allen Lebenslagen im wahrsten Sinne des Wortes hautnah mit dabei ist, sauber halten“, sagt Tim Berghoff, Security Evangelist von G DATA CyberDefense. „Auch wenn viele Menschen jetzt öfter die Hände waschen, so geht danach der nächste Griff oft genug zum Smartphone, welches aber die wenigsten regelmäßig reinigen, wenn überhaupt.“ Denn in puncto Smartphone-Säuberung sind die Deutschen nicht so gründlich: Vier von zehn Personen reinigen das kleine Gerät nur wöchentlich. Fast ein Fünftel greift nie zum Reinigungs- oder Desinfektionstuch – und das, obwohl Nutzer laut Forschern des Menthal-Balance-Projekts an der Universität Bonn fast 90-mal am Tag zum Smartphone greifen und sich so eine Vielzahl von Keimen und Bakterien darauf sammelt wie Streptokokken, Durchfall erzeugende E.Coli-Bakterien oder sogar antibiotikaresistente MRSA-Keime (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus).
 
Abhilfe schafft regelmäßiges Reinigen des Smartphone-Displays sowie der Anschlussbuchsen für das Ladegerät und Kopfhörer. Hierzu kann mehrmals täglich ein Mikrofaser- oder Brillenputztuch verwendet werden. Nützlich sind auch spezielle Display-Reinigungstücher. Tücher oder Flüssigkeiten sollten allerdings keinen Alkohol enthalten, damit die Oberfläche des Geräts nicht angegriffen wird. Schutzhüllen sollten Nutzer bei der Reinigung ebenfalls mitberücksichtigen und ab und zu die Displayfolie wechseln, falls eine verwendet wird. 

Nachlässig sind rund 48 Prozent der Befragten außerdem, wenn es um den Virenschutz geht, um das smarte Gerät vor Schad-Apps und Schadcodes zu sichern. Dadurch machen sie sich für Kriminelle leicht angreifbar. Demnach sind mehr als die Hälfte der Deutschen schädlichen Apps und Schadcodes schutzlos ausgeliefert, denn die Installation von Updates (dies tun rund 60 Prozent immerhin dann, wenn es ein Update gibt) alleine reicht nicht, um Schad-Apps den Garaus zu machen. Die dritthäufigste Sicherheitsmaßnahme ist die Aktivierung der Bildschirmsperre – unabdingbar zum Schutz persönlicher Daten.

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