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Arbeit im Homeoffice gefällt

Arbeit im Homeoffice gefällt

Vor dem Hintergrund des zweiten bundesweiten Lockdowns und der erneuten Aufforderung an Arbeitgeber, Arbeit im Homeoffice zu ermöglichen, präsentiert der Industrieverband Büro und Arbeitswelt e.V. (IBA) die Ergebnisse einer forsa-Umfrage zu den bisherigen Erfahrungen der Arbeitnehmer. 

Die Ergebnisse der Befragung von rund 1.000 Beschäftigten in Deutschland zwischen 18 und 65 Jahren zeigen, dass deutsche Arbeitnehmer zunehmend Gefallen an der Heimarbeit finden. Zum Befragungszeitpunkt kurz vor dem erneuten Lockdown arbeiteten noch rund 40 Prozent der Beschäftigten oder 13,5 Mio. Menschen in Deutschland häufiger als sonst von zu Hause aus. Davon möchten knapp drei Viertel (73 Prozent) den häuslichen Arbeitsplatz auch über die Coronapandemie hinaus häufiger als früher oder sogar möglichst häufig nutzen, im April äußerten nur 60 Prozent diesen Wunsch.

Homeoffice beliebt

Zwei Drittel der befragten Arbeitnehmer bezeichnen ihre Erfahrungen mit der Heimarbeit als „gut“ oder sogar „sehr gut“. Dabei werden besonders die Zusammenarbeit mit Kollegen sowie die Unterstützung durch Vorgesetzte von jeweils mehr als 60 Prozent der Befragten hervorgehoben. Schlechter schneidet die Ausstattung der heimischen Arbeitsplätze ab – fast jeder Zweite (47 Prozent) sieht hier klaren Verbesserungsbedarf.

Technisch besser ausgestattet

Seit dem Frühjahr hat sich aber die technische Ausstattung erheblich verbessert. Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Arbeitnehmer haben im letzten halben Jahr in die technische Ausstattung ihres Heimarbeitsplatzes investiert – die Mehrheit wurde dabei von den Arbeitgebern unterstützt. Bei 39 Prozent der Befragten wurden diese Anschaffungen komplett durch den Arbeitgeber getragen.

Kaum Unterstützung bei Einrichtung

Im Gegensatz zur technischen Ausstattung der Homeoffice-Arbeitsplätze haben die Arbeitgeber ihre Mitarbeiter bisher kaum bei deren Einrichtung unterstützt. Hier wurden hauptsächlich privat Investitionen getätigt. Auch im kommenden Jahr planen viele der Befragten ihren Heimarbeitsplatz zu erweitern – obwohl die Mehrheit auch dann nicht mit finanzieller Unterstützung durch den Arbeitgeber rechnet. Ein Viertel (25 Prozent) möchte den Heimarbeitsplatz durch Bürostühle, Schreibtische oder verbesserte Beleuchtung optimieren. Nur 1 Prozent der Befragten glaubt, dass ihr Arbeitgeber die Kosten übernehmen wird, weitere 16 Prozent hoffen zumindest auf eine Teilfinanzierung.

„Um das Homeoffice über die Corona-Pandemie hinaus als alternativen Arbeitsort zu etablieren, muss es adäquat ausgestattet werden“, sagt Barbara Schwaibold, Sprecherin des IBA. „Die Verantwortung hierfür sollte in beiderseitigem Interesse und nicht allein beim Mitarbeiter liegen, denn die Arbeitsbedingungen sind auch im Homeoffice eine nicht zu unterschätzende Voraussetzung für effizientes Arbeiten.“