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Büromöbelindustrie verzeichnet Rückgang von 11,8 Prozent  

Büromöbelindustrie verzeichnet Rückgang von 11,8 Prozent  

Die Coronapandemie hat im Jahr 2020 wie in anderen Branchen auch die Geschäftsentwicklung der Hersteller von Büromöbeln beeinträchtigt. Insbesondere in den ersten drei Quartalen des Jahres lagen die Umsätze der Büromöbelhersteller deutlich unter den Werten des Vorjahres.
Der Industrieverband Büro und Arbeitswelt (IBA) meldet für das Jahr 2020 einen Gesamtumsatz von knapp 2,2 Milliarden Euro in der Büromöbelindustrie – das ist ein Rückgang von 11,8 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019. Positiv bewertet die Branche, dass die Nachfrage in den letzten drei Monaten noch einmal spürbar anzog, sodass das Minus zum Jahresende deutlich geringer ausfiel als noch zum Ende des dritten Quartals. Maßgeblich für die Umsatzsteigerung im letzten Quartal war die steigende Nachfrage im Inland, die sich im Quartalsvergleich fast wieder auf Vorjahresniveau befand. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die Nachfrage von Groß- und Rahmenvertragskunden zurückzuführen. Sie nutzten die partielle Abwesenheit ihrer Mitarbeiter, um im Frühjahr zunächst gestoppte Projekte umzusetzen, Möbel auszutauschen oder die Büroumgebungen fit für die neuen Anforderungen der zunehmend hybriden Arbeitswelt zu machen. Zu einem kleineren Teil trugen auch Anschaffungen für die Ausstattung von Homeoffices zur steigenden Nachfrage am Jahresende bei.  

Bei der Ausstattung der Homeoffices gibt es dennoch weiterhin großen Nachholbedarf. Die dortigen Arbeitsplatzverhältnisse haben sich über den bisherigen Zeitraum der Pandemie kaum verbessert. Nur ein kleiner Teil der Arbeitnehmer erhielt bei der Einrichtung des heimischen Arbeitsplatzes Unterstützung durch die Arbeitgeber, wie eine forsa-Umfrage im Auftrag des IBA Ende 2020 zeigte. 

Der IBA warnt daher, dass eine Verstetigung der aktuellen Arbeitsbedingungen nicht mit dem Gesundheitsschutz vereinbar ist: „Wenn die Beschäftigten nach der Pandemie weiterhin regelmäßig zu Hause arbeiten sollen, werden entweder klare Mindeststandards für einen Homeoffice-Arbeitsplatz benötigt oder es bedarf einer Richtlinie, die klärt, ab welchem Umfang die Arbeit in den heimischen vier Wänden als Telearbeit zu erfolgen hat“, erklärt Hendrik Hund, Vorsitzender des IBA. 

Die Hersteller von Büromöbeln und Bürositzmöbeln stellen sich auf ein schwieriges Jahr 2021 ein, das durch längere Einschränkungen der Wirtschaft und daraus resultierende Folgen geprägt sein könnte. Allgemein gehen Vertreter der Branche davon aus, dass dieses Jahr trotz positiver Signale mindestens genauso herausfordernd wird wie das vergangene.