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Digitalisierung in Deutschland: die größten Einstiegshürden

Digitalisierung in Deutschland: die größten Einstiegshürden

Nicht nur weltweit, sondern auch in Deutschland sind sich große wie kleine Betriebe darüber einig, dass digitale Transformation unausweichlich ist. Und doch geht der Umstieg in vielen Branchen nicht immer so zügig voran wie von der Unternehmensführung gewünscht. Doch was sind die größten Hürden?

Zeitaufwendige interne Betriebsabläufe zentral über ein digitales Interface steuern oder automatisieren, den gesamten Beschaffungsprozess ohne Papierkram abwickeln oder sogar ganze Maschinenparks in einem einzigen Programm und gegebenenfalls mobil verwalten: Wenn es nach den deutschen Unternehmen geht, soll so die Zukunft aussehen. Die Coronapandemie hat gezeigt, dass solche Maßnahmen gerade jetzt nötiger denn je sind, um Betriebe komplett aus dem Homeoffice zu organisieren und im internationalen Wettbewerb nicht zurückzufallen.

Und doch klagt die Mehrheit der deutschen Großkonzerne und KMUs über ein stockendes Vorangehen. „Was es für eine gelungene Implementierung braucht, ist nicht nur die Software“, erklärt Michael Seebacher, Partner und Geschäftsführer bei CNT Management Consulting. „Einen mindestens genauso hohen Stellenwert haben zum Beispiel interne IT-Kompetenzen sowie das unternehmerische Know-how für eine gelungene Kosten-Nutzen-Rechnung. Der Mut zu Veränderungen ist ein ebenso wichtiger Treiber.“

So sei es ein schwieriges Unterfangen, KPIs und Roadmaps für etwas zu erstellen, von dem man selber nur begrenztes Know-how hat, weiß der Experte. Es empfiehlt sich, zunächst einen Schritt zurück zu machen, um die Verbesserungspotenziale zu erkennen, bevor man die großen Schritte vorwärts Richtung Digitalisierung macht. Sind die Optimierungspotenziale korrekt beziffert, lassen sich individuelle Maßnahmen und deren Umfang sehr viel einfacher bestimmen.

Besonders Projekte mit großem Optimierungspotenzial betreffen weitreichende Unternehmensprozesse und müssen abteilungsübergreifend umgesetzt werden. Doch wenn Altbewährtes plötzlich durch digitales Neues ersetzt werden soll, stoßen Unternehmen manchmal auf Widerstand in den eigenen Reihen. Um einen reibungslosen Übergang zu garantieren, sollten daher gemeinsam mit der Unternehmensspitze vorab Changeprozesse geplant, definiert und kommuniziert werden. Anschließend müssen die Veränderungen von allen mitgetragen und verteidigt werden.

Mitunter das größte Problem bei digitalen Transformationsprozessen liegt in der Frage der Zuständigkeit: Viele Unternehmen haben keine eigene IT-Abteilung und delegieren Aufgaben aus dem Digitalbereich stattdessen an die betreffenden Arbeitsgruppen. Bei größeren Projekten mit hohen Anforderungen kann dies allerdings schnell zu Kapazitätsproblemen führen. Um einem Erliegen des Änderungsprozesses entgegenzusteuern, übernehmen externe Berater die Systemimplementierung und führen innerhalb des Projektrahmens Mitarbeiter gezielt an das System und den neuen Prozess heran. Auf diese Art und Weise spart sich das Unternehmen die kostenaufwendige Weiterbildung seiner IT-Spezialisten für einzelne Projekte. Außerdem begleiten Beratungshäuser wie die CNT ganzheitliche Projekte - angefangen bei der Projekt- und Workshop-Planung über die Implementierung bis hin zum Training und Unterstützung nach der digitalen Umstellung. Davon profitieren sowohl das gesamte Unternehmen als auch jeder einzelne Mitarbeiter.