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Digitalisierungsschub betrifft jedes Unternehmen

Digitalisierungsschub betrifft jedes Unternehmen

So gut wie jedes größere Unternehmen hat durch die Coronapandemie einen Digitalisierungsschub gehabt, brachte der Bitkom-Verband in einer großen Umfrage heraus. Mit Investitionen in entsprechende Technologien wollen sie sich zukunftsfähig aufstellen – komme, was wolle.

Drei Viertel der Unternehmen mit 100 und mehr Mitarbeitern haben in digitale Geräte und Anwendungen investiert, um ihre Handlungsfähigkeit während der Coronakrise nicht zu verlieren. Nur 0,2 Prozent gaben in der repräsentativen Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des IT-Dienstleisters Tata Consultancy Services (TCS) an, Corona habe bei ihnen keinerlei Auswirkungen auf den Fortschritt der Digitalisierung gehabt. „Die Pandemie hat deutlich gemacht, dass Digitalisierung für Unternehmen zwingend notwendig ist, um flexibel und belastbar zu bleiben“, sagt Dr. Kay Müller-Jones, Leiter Consulting und Services Integration bei TCS. „Unternehmen müssen heute digitale Technologien und digitale Geschäftsmodelle einführen – nicht erst irgendwann in der Zukunft. So können Unternehmen auch künftig schwierige Rahmenbedingungen besser meistern als noch im Analogen verhaftete Wettbewerber.“

Dr. Axel Pols, Geschäftsführer der Bitkom Research, vertritt die Ansicht, Corona müsse ein Weckruf für mehr Digitalisierung sein: „Corona hat die Wirtschaft hart getroffen, aber auch vor Augen geführt: Je digitaler ein Unternehmen aufgestellt ist, desto besser kommt es durch Krisenzeiten. Gerade größere Unternehmen intensivieren daher jetzt ihre Digitalisierungsanstrengungen. Um das zu unterstützen, ist es notwendig, dass auch Politik und Verwaltung ihre digitalen Angebote ausweiten und den Aufbau digitaler Infrastrukturen forcieren.“
Tatsächlich wurde laut Umfrage die Digitalisierung des Geschäftsmodells in vier von zehn Unternehmen beschleunigt und es kam zu einer Veränderung des Angebots an Produkten und Dienstleistungen. Mehr als jedes dritte Unternehmen gab darüber hinaus an, dass sich seit Coronaausbruch der Umgang der Mitarbeiter mit digitalen Technologien positiv verändert hat. Im Branchenvergleich liegt der Maschinen- und Anlagenbau mit 80 Prozent Investitionserhöhung vorn, während sich Banken und Versicherungen mit 66 Prozent vergleichsweise zurückhaltend verhalten.