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Homeoffice: Bröckelt der kollegiale Zusammenhalt?

Homeoffice: Bröckelt der kollegiale Zusammenhalt?

Auf den ersten Blick mag es für Unternehmen keine Nachteile haben, wenn Mitarbeiter sich während ihrer Arbeitszeit durchgängig auf ihre Arbeit konzentrieren, statt mit Kollegen zu sprechen. Allerdings werden in informellen Gesprächen oft auch arbeitsrelevante Informationen und Gedanken ausgetauscht, die zudem die Beziehungen zwischen Mitarbeitern stärken. Diesem Spannungsverhältnis geht eine Studie von Atlassian auf die Spur.

Zum Arbeitsalltag im Büro gehören auch Begegnungen und Ad-hoc-Gespräche, die teilweise privater Natur sind, aus denen aber häufig auch fruchtbare Ideen hervorgehen: eine wichtige Komponente der Unternehmenskultur. Wie sich das als Folge der Pandemie und dem Rückzug ins Homeoffice ändert und wie Unternehmen damit umgehen, wollte Atlassian, Anbieter von Entwicklertools für agiles Projektmanagement, wissen, und hat die Studie „Reworking Work, wie sich der Wandel der letzten 12 Monate auf die Zusammenarbeit und das Gemeinschaftsgefühl in Unternehmen auswirkte“ initiiert.

Tatsächlich gaben 87 Prozent der befragten Wissensarbeiter an, künftig hybrid oder vollständig remote arbeiten zu wollen. Vor allem hybrides Arbeiten erfreut sich dabei großer Beliebtheit, 58 Prozent präferieren dieses Arbeitsmodell.

Es zeigte sich allerdings, dass die Befragten weniger Zeit damit verbringen, informell mit ihren Kollegen zu sprechen (45 Prozent) sowie bei organisierten Events mit ihrem Team und anderen Teams (jeweils 55 Prozent). Entsprechend empfinden zwei aus fünf (40 Prozent), dass die Qualität der sozialen Interaktionen mit ihren Teamkollegen schlechter geworden ist, nur 15 Prozent nehmen dagegen eine Verbesserung wahr. Eine weitere Folge der zunehmenden Arbeit im Homeoffice: Ein Viertel der Befragten (24 Prozent) glaubt, dass seine Fähigkeiten, bedeutungsvolle Arbeitsbeziehungen aufzubauen, schlechter geworden ist.

Auch der Vergleich zum vergangenen Jahr zeigt einen zwar langsamen, aber durchaus beunruhigenden Trend: Nur gut jeder zweite Befragte (55 Prozent) hat das Gefühl, dass sein Team zusammenhält und eine Einheit bildet, ein Rückgang um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr (59 Prozent). Darüber hinaus finden etwas weniger Befragte als letztes Jahr, dass ihr Team an einem Strang zieht, um die Arbeit zu bewältigen (58 zu 61 Prozent).

Führungskräfte sollten sich fragen: Wie können wir diesem Trend begegnen? Atlassian bietet eine Reihe Tools, die formelle und informelle Interaktionen auf Distanz fördern – für Videokonferenzen oder Chats – damit Mitarbeiter ohne größeren Aufwand Fragen zu aktuellen Aufgaben zu stellen oder sich über die Wochenendpläne unterhalten können. Kollaborationstools beispielsweise für Projektmanagement unterstützen als Verlängerung der persönlichen Zusammenarbeit im Büroraum.