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Marketing: Jede siebte Kundenadresse ist falsch

Marketing: Jede siebte Kundenadresse ist falsch

Zwar bessert sich die Adressqualität von Jahr zu Jahr, doch noch immer sind 14,7 Prozent der Anschriften von Dialogmarketingpost fehlerhaft – weiß die Deutsche Post.

Vor allem in der Touristikbranche sind viele Werbemailings aufgrund falscher Adressdaten nicht zustellbar. Bei Versichrungen hingegen ist die Qualität am besten. Dies ist ein Ergebnis der Adressstudie 2021 der Deutschen Post Direkt, der auf Adress- und Datenmanagement spezialisierten Tochtergesellschaft der Deutschen Post, für die Ergebnisstatistiken von 200 Unternehmen in zehn Branchen anonymisiert und ausgewertet wurden.

Die Hauptursache von Nichtzustellbarkeit liegt darin, dass eine Person verstorben oder ohne Bekanntgabe ihrer neuen Anschrift umgezogen ist. Liegen bei der Deutschen Post Nachsendeaufträge oder andere Umzugsinformationen vor, kann diese Ursache beseitigt werden. Briefe, deren Anschriften Rechtschreibfehler aufweisen, sind zwar zustellbar, doch machen sie einen schlechten Eindruck auf den Empfänger – auch hierbei liegt die Touristikbranche an der Spitze, während bei Versicherungen kaum Fehler gefunden wurden. Deutlich verbessert haben sich im Vergleich zur vorangegangenen Studie aus dem Jahr 2018 Verlage und Versandhandel.

Ein Blick in die Statistik zeigt, dass Adressen permanenten Änderungen unterliegen. 2020 änderten sich in Deutschland 100 Ortsnamen und rund 9.000 Straßen wurden neu angelegt, aufgeteilt oder umbenannt. Zudem veralteten Adressen durch etwa 14 Millionen Umzüge, 990.000 Todesfälle sowie 370.000 Hochzeiten und 150.000 Scheidungen und die damit verbundenen Namensänderungen.

„Angesichts von knapp 15 Prozent falschen und veralteten Daten gibt es noch viel zu tun. Denn gepflegte Kundenadressen sind auch für das Dialogmarketing unverzichtbar und Voraussetzung dafür, dass Geschäftspost und Pakete zugestellt werden können“, sagt Petra Weber, Geschäftsführerin der Deutschen Post Direkt. „Die Studienergebnisse ermöglichen es Unternehmen, den Zustand der eigenen Kundendatenbank ins Verhältnis zu ihrer Branche wie auch zur Gesamtwirtschaft zu setzen. Dazu können sie den kostenfreien Adress-Check der Deutschen Post Direkt nutzen und gratis die Adressqualität testen lassen.“