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Steelcase fragt: „Welcher Homeoffice-Typ sind Sie?“

Steelcase fragt: „Welcher Homeoffice-Typ sind Sie?“

Der Einrichtungshersteller Steelcase hat sich mit den Erwartungen von Arbeitnehmern an flexibles Arbeiten und ihr Homeoffice befasst. Dabei hat er fünf verschiedene Typen identifiziert.

Mehr als 32.000 Personen hat Steelcase im Laufe der Pandemiemonate zu ihrer Stimmungslage in Bezug auf das Homeoffice befragt. Mehr als ein Drittel von ihnen leiden unter der Isolation bei der Arbeit von zu Hause und knapp ein Viertel beklagt die zähen Entscheidungswege. Andererseits gaben viele an, dass sich ihre Work-Life-Balance verbessert hat und schätzen die gestiegene Flexibilität. Aus diesen und weiteren Ergebnissen hat WorkSpaceFuture-Team von Steelcase fünf verschiedene Verhaltensmuster ausgemacht.

Der isolierte Zoom-Nutzer – Typ 1 – lebt allein und fühlt sich trotz der digitalen Interaktionen einsam. Er schätzt das Büro, da es Struktur bietet und dabei hilft, eine klare Trennung zwischen Arbeit und Privatleben zu schaffen. Ganz anders fühlt sich der Autonomie-Suchende, Typ 2, der das Homeoffice als Freiheit begreift, das den eigenen Rhythmus begünstigt. Er kann an unterschiedlichen Plätzen arbeiten, gesunde Mahlzeiten zubereiten und Aktivitäten in den Arbeitstag einbauen. Typ 3 hat als frustriert-kreativer Netzwerker gemischte Gefühle, da sowohl das Privatleben als auch die Arbeit zu kurz kommen. Die virtuellen Technologien findet er nicht besonders geeignet für kreative Zusammenarbeit und spontane Interaktionen, neue Impulse bleiben weitgehend aus. Für Typ 4, den überarbeiteten Betreuer, ist das Homeoffice ein Graus, da es einen ständigen Spagat zwischen den Arbeitsaufgaben und den familiären Anforderungen und damit Erschöpfung und Schuldgefühle mit sich bringt. Sein vollgepackter Tag besteht aus Meetings, dem Abarbeiten von Aufgaben, Kinderbetreuung und/oder Homeschooling sowie dem Haushalt. Typ 5 schließlich ist der erleichterte Selbstschützer, dem das nur Homeoffice die Sicherheit bietet, sich und andere vor einer Infektion zu schützen. Durch den Wegfall des Arbeitsweges und den verminderten Kontakten ist die Person weniger angespannt, die Konzentration und folglich auch die Produktivität steigen.

Die große Mehrheit, so ein weiteres Ergebnis der Studie, lehnt ein vollständiges Homeoffice-Modell allerdings ab.

Unternehmen können diese Zeit des Umbruchs als Chance nutzen, um zu erkennen, was Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an der Arbeit von zu Hause geschätzt, aber auch am Büroalltag vermisst haben, sind sich die Studienautoren sicher. Die Mehrheit – übrigens der Arbeitnehmer und Unternehmer gleichermaßen – wünscht sich ein hybrides Arbeitsmodell mit flexiblen Rahmenbedingungen.