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Langzeittest: Philips SpeechLive

Langzeittest: Philips SpeechLive

Fast wie Zauberei

Mit Philips SpeechLive bietet Philips Speech Processing Solutions eine Diktierlösung, die nicht nur verspricht, effizient zu sein, sondern tatsächlich effizient ist. Das jedenfalls fand FACTS im Rahmen eines Langzeittests heraus, bei dem die Redaktion über mehrere Monate prüfte, wie sich Sprache im Handumdrehen in Text verwandeln lässt. 

Wie lässt sich Gesprochenes optimal in eine Schriftform bringen? Das beschäftigt die FACTS-Redaktion schon seit geraumer Zeit. Die Hersteller von Diktierlösungen bieten hier seit vielen Jahren eine Menge an Produkten in diesem Bereich an. Anfangs waren diese Spracherkennungsprogramme oftmals noch eine Lachnummer, denn die mündliche Rede wurde bei der Übertragung in die geschriebene Textform derart verfälscht, dass sie kaum wiederzuerkennen war. Doch inzwischen sind daraus Lösungen entstanden, die bei richtiger Verwendung nahezu fehlerfrei arbeiten und mit denen insbesondere Mediziner, Anwälte und alle, die viel diktieren, Zeit und Kosten sparen.

Eine dieser Lösungen ist SpeechLive aus dem Hause Philipps, die ganz einfach nach dem Motto „Sprechen, Senden, Fertig“ funktioniert. Der gesprochene Inhalt wird vom Anwender aufgenommen und über unterschiedliche Transkriptionsoptionen in Text verwandelt.

Web-Anwendung

Dabei gibt es nicht eine, nicht zwei, sondern gleich drei verschiedene Möglichkeiten, das cloudbasierte SpeechLive mit Input zu bespielen. Somit bietet es den Autoren von Diktaten die Möglichkeit, von überall auf der Welt und zu jeder Zeit effizient zu arbeiten.

Möglichkeit eins ist die Webanwendung. Über das Webportal von SpeechLive lassen sich Diktate ganz einfach aufnehmen, speichern, bearbeiten und delegieren. Dazu muss man sich lediglich einloggen, ein Headset, Mikrofon oder Diktiergerät anschließen, und dann kann man schon loslegen – das heißt, den roten Aufnahme-Button anklicken und sprechen. Im Test lief das für alle Anwender in der Redaktion problemlos.
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Das Diktier-Headset Philips SpeechOne erleichtert die Arbeit mit der Desktop-Anwendung erheblich, da die Knöpfe an seiner Basis die Anwendung nahezu ersetzen. Sie muss lediglich geöffnet sein.

Desktop-App

Bei der zweiten Möglichkeit, Sprache in Text zu verwandeln, handelt es sich um die Desktop-App – einfach zu installieren, noch einfacher zu bedienen. Auch hier muss man sich mit E-Mail-Adresse und Passwort einloggen, und sofort ist die Software einsatzbereit. Diese ist jedoch nicht zur Aufnahme von Diktaten gedacht, sondern einzig und allein für die direkte Speech-to-Text-Umwandlung. Der große Clou: Wenn die Aufnahme läuft, wird der Text direkt in eine gewünschte Anwendung transkribiert. Egal ob zum Diktieren einer Mail in Outlook, zum Verfassen eines Briefs in Word oder zur Niederschrift von Notizen in OneNote, der Nutzer muss lediglich den Cursor in die entsprechende Anwendung oder ins Textfeld führen und ohne weitere Einstellungen erscheint dort der diktierte Text. Dass dafür keine Installation von Plug-ins oder anderen Extras nötig war, hat die FACTS-Redaktion schwer beeindruckt.

Smartphone-App

In einer digitalen und mobilen Welt wie unserer gibt es kaum eine cloudbasierte Lösung, die nicht auch auf dem Smartphone zu verwenden ist. So auch bei SpeechLive. Philips bietet als dritte Möglichkeit zur Nutzung der Lösung eine Smartphone-App, sowohl für das iOS-Betriebssystem von Apple als auch für alle Android-Geräte. Nach dem Einloggen kann die App genau wie die Webanwendung eingesetzt werden. Es lassen sich Diktate aufnehmen und verwalten, egal ob im Büro, zu Hause, im Auto oder im Urlaub. Dabei ist es nicht nötig, das Smartphone wie beim Telefonieren direkt vor den Mund zu halten, sondern die Sprachqualität reicht noch vollkommen aus, wenn das Gerät auf dem Tisch liegt oder entspannt in der Hand gehalten wird.
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Mit der eigens von Philips entwickelten App lassen sich Diktate überall mobil erstellen, bearbeiten und delegieren.

Drei Output-Möglichkeiten

Aller guten Dinge sind in diesem Fall nicht nur einmal, sondern gleich zweimal drei. So gibt es sowohl drei verschiedene Möglichkeiten, der Software Input zu geben, als auch drei verschiedene Möglichkeiten, Output zu bekommen.

Natürlich ist es auf dem klassischen Weg möglich, ein Diktat über den Workflow an Mitarbeitende weiterzuleiten. Der Administrator kann mehrere Benutzer anlegen und die Audiodateien den MitarbeiterInnen entsprechend zuweisen. Diese können anschließend das Diktat anhören und abtippen. Dabei ist es jederzeit möglich, den aktuellen Status einer Aufgabe einzusehen.

Ferner kann online im Team ebenso zusammengearbeitet werden, was für eine maximale Produktivität sorgt. Diese Variante ist sicherlich am genauesten, schließlich vertraut man den eigenen Angestellten, allerdings ist es auch sehr zeitaufwendig. Und Zeit ist bekanntlich Geld.

Wenn es also schneller gehen muss, sollte man die enthaltene Sprache-zu-Text-Funktion von SpeechLive nutzen. Diese kann Gesprochenes noch während des Sprechens in Text umwandeln, oder man lädt eine Audiodatei hoch und die Software stellt das Diktat in einer Textdatei zur Verfügung – entweder direkt in der Anwendung oder per Mail. Innerhalb weniger Minuten entsteht eine Datei, die nur noch redigiert werden muss, um dann als fertiges Dokument zur Verfügung zu stehen. Selbst die an der Tastatur schnellsten FACTS-Tester konnten mit dem Tempo der Software nicht mithalten.

Fachbegriffe fast fehlerfrei

Da diese Funktion einen großen Kern der gesamten Software darstellt, haben die Redakteure von FACTS die Lupe genauer angesetzt. Verschiedene Texte mit juristischen und medizinischen Fachbegriffen wurden über die verschiedenen Inputkanäle in unterschiedlichen Geschwindigkeiten eingesprochen und auf die Fehlerhäufigkeit untersucht. Die allererste Erkenntnis war, je schneller, und dementsprechend auch undeutlicher man gesprochen hatte, desto höher war die Fehlerquote in den Transkriptionen. Besonders positiv zu erwähnen ist allerdings, dass sowohl die juristischen als auch die medizinischen Fachbegriffe nahezu fehlerfrei wiedergegeben wurden. Auch Sonderzeichen wie das Paragrafen-Symbol wurden „erkannt“ und direkt entsprechend dargestellt.

Sollten einmal keine Kapazitäten verfügbar sein, oder man möchte das Transkribieren von Diktaten gänzlich outsourcen, bietet Philips einen hauseigenen, professionellen Schreibservice für einen Preis ab 1,25 Euro pro Audiominute an. Ist es besonders dringend, können Transkripte innerhalb von fünf Geschäftsstunden erledigt werden. Im Rahmen des FACTS-Tests ließen sich diese Angaben auch alle einhalten.

SpeechLive hält also, was es verspricht. Alle vom Anbieter angegebenen Eigenschaften funktionieren einwandfrei und das System hilft definitiv dabei, den Workflow in Unternehmen zu verbessern und die Effizienz zu steigern. Würden die FACTS-Redakteure ihre Artikel diktieren, dann würden sie laut eigener Aussage auf SpeechLive zurückgreifen.

Max Goldstein

FAZIT: TESTURTEIL

Fazit der FACTS-Redaktion

Ob im Büro, zu Hause oder unterwegs, mit SpeechLive wird das Diktieren zum Kinderspiel. Die Gründe: Es sind keine komplizierten Installationen notwendig, die Lösung ist einfach zu handhaben und bei richtiger Verwendung arbeitet sie nahezu fehlerfrei. Dadurch lassen sich Flexibilität, Effizienz und Produktivität im Office, in Rechtsanwaltskanzleien oder bei Ärzten in Praxen und Krankenhäusern erheblich steigern.

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Produkt:  SpeechLive
Beschreibung:  cloudbasiertes Diktiersystem
Anbieter:  Philips
Preis:  Standard 7,99 Euro/Monat/Nutzer;
Pro 9,99 Euro/Monat/Nutzer
Beurteilung
Intuitive Bedienung:
Spracherkennung:
Inputmöglichkeiten:
Gesamtergebnis:
Sehr gut