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Mini-München: Drei Wochen wie im echten Leben

Mini-München: Drei Wochen wie im echten Leben

Jahr für Jahr besiedeln Kinder in den Sommerferien die Spielstadt Mini-München. Wie im richtigen Leben stellen sie Stadtrat und Bürgermeister, geben Hörfunk-Interviews im radioMikro Mini-München und produzieren echte Fernsehsendungen für das MüTivi, fahren Taxi und führen Experimente durch. Für die gute Verbindung sorgte 2020 der Bielefelder Telekommunikationsspezialist AGFEO.

Die Geschichte von Mini-München reicht bis in die 1970er-Jahre zurück. Kinder bauten aus Kartons ein Rathaus, ein Kino, ein Wirtshaus, Werkstätten und vieles mehr, um in ihrer eigenen Stadt zu leben. Hieraus entwickelte sich ein kulturpädagogisches Projekt, in dessen Rahmen seit 1979 alle zwei Jahre zu den Sommerferien in verschiedenen Grünanlagen und Parks das Mini-München errichtet wird. Drei Wochen lang agieren und regieren hier mehr als 4.000 Kinder im Alter von 7 bis 15 Jahren. Zuerst melden sie sich beim Einwohnermeldeamt an und erhalten einen Mitspielpass, um sich dann einen Studien- oder Arbeitsplatz zu suchen.

Die Währung in Mini-München ist der MiMü. Von den fünf MiMüs für eine Stunde Arbeit beispielsweise in der Druckerei oder Wäscherei wird einer als Steuer einbehalten. Auch Geldgewinne oder -schenkungen müssen beim Finanzamt angemeldet, versteuert und im Pass eingetragen werden – Betrug und Täuschung sind strafbar. Im Standesamt werden Hochzeiten und Adoptionen geregelt. Betriebe können an die Börse gehen, die Kinder dort ein Depot eröffnen und Aktien kaufen und verkaufen. Sie handeln, bekommen Dividenden ausbezahlt, verdienen Geld und verlieren es wieder.

Den Widrigkeiten zum Trotz

Die Planungen zur 20. Spielstadt verliefen zunächst ausgesprochen gut. Ein neuer Spielort wurde mit dem Gelände rund um den Showpalast in München-Fröttmaning gefunden. Kinderdelegationen aus aller Welt – Berlin, Salzburg, London, Japan oder China – freuten sich auf ihren Besuch in Mini-München. Ehrengäste für die Jubiläumsfeier wurden eingeladen und die Aufbauplanungen waren fast abgeschlossen.
Und dann kam Corona und machte Mini-München als zentrales Ereignis mit vielen Teilnehmern an einem Ort unmöglich.

Doch unter dem Motto „Wenn die Kinder nicht nach Mini-München kommen können, dann kommt Mini-München eben zu den Kindern“ planten die Veranstalter die Spielstadt zu vergrößern und damit „Corona-tauglich“ zu gestalten. So konnte sie trotz widriger Voraussetzungen auch im vergangenen Jahr öffnen. „Mini-München findet STADT“, wurde gemeldet.

Telefonisch gut verbunden

Die rund 100 Betriebe und Einrichtungen der Spielstadt verteilten sich auf 40 Orte in ganz München. Damit die Kommunikation wegen der teils großen Entfernungen ungehindert vonstattengehen konnte, erhielten die Spieler eine professionelle Telefonanlage vom ortsansässigen Netzwerkspezialisten MRes network. Der AGFEO-Fachhandelspartner Maximilian Reitmayer wusste: „Hier muss etwas Größeres her“, und so installierte er 50 Systemtelefone von AGFEO – bunt gemischt vom ST 22 IP bis hin zum ST 56 IP – und nahm sie an der neuen virtuellen AGFEO-IP-Telefonanlage „HyperVoice“ in Betrieb. Darüber war unter anderem die Telefonzentrale von Mini-München jederzeit erreichbar und konnte die Anrufer mit allen Betrieben verbinden, Auskünfte über freie Arbeitsplätze geben oder Heimarbeitsplätze vermitteln und auf diese Weise das ganze Mini-München-Gebiet kommunikativ vernetzen: Tausende Anrufe tätigten die Kinder über „ihre“ Anlage. Auch eine DECT-IP-Installation fehlte nicht. Dank seiner abwischbaren Folientastatur war das DECT 78 IP für Reitmayer die beste Wahl für den Einsatz in der Töpferei.

„Mir hat dieser Auftrag eine Riesenfreude bereitet“, berichtet Reitmayer nicht ohne Stolz. „Zu sehen, wie die Kinder im Gewusel dieser Mini-Stadt zurechtkommen und echte kleine Bürgerinnen und Bürger werden können, etwas bewirken und sehr viel dabei lernen, war wirklich beeindruckend.“

Anja Knies
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Die Spielstadt Mini-München bot Kindern auch 2020 drei Wochen lang die Möglichkeit, sich im Erwachsenenleben auszuprobieren – Abstandsregeln bei der Arbeit einhalten inklusive.
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Gut vernetzt: Die Telefonzentrale konnte über die IP-Telefonanlage HyperVoice Anrufer mit Betrieben verbinden, Auskünfte über freie Arbeitsplätze geben und Heimarbeitsplätze vermitteln.
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