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Pitney Bowes ist 100

Pitney Bowes ist 100

Auf eine hundert Jahre lange Geschichte blicken nur wenige Unternehmen zurück. Damals war die Welt noch eine völlig andere: Die Post wurde mit der Kutsche ausgeliefert, Nachrichten hat man ausschließlich in einer gedruckten Zeitung gelesen, selbst der Hörfunk wurde erst 1923 eingeführt – und Briefmarken mussten von Hand aufgeklebt werden ...

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... bis im Jahr 1920 der Erfinder Arthur Pitney (l.) und der vertriebsorientierte Walter Bowes (r.) sich zusammentaten und unter dem Namen „Pitney Bowes“ die erste Frankiermaschine der Welt einführten, die am 1. September 1920 die Zulassung durch die USPS – die US-amerikanische Staatspost – erlang.
Den allerersten maschinell frankierten Brief der Welt erhielt Mrs. Bowes.
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Das erste Stempelgerät der Welt war natürlich nicht mit den internetfähigen Maschinen von heute vergleichbar, doch erleichterte es den Arbeitsalltag im Büro erheblich – wenn auch weniger berühmt als 100 Jahre zuvor die Schreibmaschine oder knapp 20 Jahre später die elektrofotografische Vervielfältigung.
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Mit dem Aufkommen des Dialogmarketings mithilfe von gesammelten Adressen nahm der Postversand seit den 1920er-Jahren kontinuierlich zu – der Verkauf von Frankiermaschinen boomte, das Unternehmen Pitney Bowes wuchs und entwickelte ab den 1960er-Jahren auch Kuvertiermaschinen.
Während die Herren Pitney und Bowes dem Unternehmen eine Maschine gegeben hatten, prägte Walter Wheeler eine Philosophie. Sein heterogenes Menschenbild, das den Maschinenbauer von nun an prägte, war seiner Zeit weit voraus: Unter anderem stellte er Frauen ihren männlichen Kollegen gleich und Mitarbeiter mit dunkler Hautfarbe denen mit heller. Wheeler leitete das Unternehmen bis 1960. 1943 legte er fest: „Die Personalabteilung ist verantwortlich dafür, dass Vorurteile – beispielsweise gegen Hautfarbe oder Religion – die Einstellung qualifizierter Mitarbeiter nicht verhindern und dass unsere Belegschaft die Gesellschaft widerspiegeln soll, in der sie angesiedelt ist.“
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In Deutschland war Pitney Bowes zunächst in Berlin ansässig und übernahm die 1913 gegründete ADREMA (= Adress-Maschinen). Das Foto zeigt vor der Zentrale im Auto Willy Brandt und Konrad Adenauer in Begleitung von J.F. Kennedy, der gerade seine berühmten Worte „Ick bin ein Berliner“ verkündet hatte.
Ein paar Jahre nach dem Bau der Mauer zog Pitney Bowes 1967 nach Heppenheim um und 2013 nach Darmstadt, wo auch heute noch die Zentrale von Pitney Bowes Deutschland unter der passenden Adresse Poststraße 1 zu finden ist.
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In den 1950er-Jahren brachte Pitney Bowes die erste Sortiermaschine heraus. Wesentlich war dafür die Entwicklung eines neuen Barcodesystems. Die gigantische Maschine sorgte bei der USPS für Automatisierung.
Die heutigen Sortiermaschinen benötigen kaum noch personellen Einsatz. Sie sortieren präzise nach allen gewünschten Kriterien – bis hin zur Gangfolge des Zustellers.
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Zur gleichen Zeit wurde die erste Desktop-Frankiermaschine (DM) auf den Markt gebracht, mit der die maschinelle Freimachung von Briefen per Kurbel allen Unternehmen zugänglich wurde.
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Damit auch kleinere Kunden die Maschinen von Pitney Bowes nutzen konnten, gründete das Unternehmen in den 1970er-Jahren die Pitney Bowes Credit Association mit dem Ziel, flexible Finanzierung zu bieten.
Im Jahr 1978 führte Pitney Bowes erstmals die elektronische Fernwertvorgabe ein. Unternehmen konnten nun das Porto per Telefon aufladen – eine gewaltige Zeitersparnis. Bis dahin mussten sie das Porto in einer Postfiliale kaufen.
Heute wird das Porto übers Internet aufgeladen.
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Die erste Kuvertiermaschine mit Sammelfunktion kam 1987 auf den Markt.
„Paragon“ war 1992 die erste Frankiermaschine mit dynamischer Wiegefunktion. Dadurch wurde es möglich, Post unterschiedlicher Formate und Gewichte in einem Vorgang zu verarbeiten.
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Mit der Einführung der Software D3 im Jahr 1998 legte Pitney Bowes den Grundstein für die Entwicklung zu einem der großen Softwareanbieter der Welt. D3 diente der Dokumentenverwaltung per Druck, E-Mail, Fax und Internet.
Der unmittelbare Renner des Jahres wurde jedoch auf der CeBIT vorgestellt: PPO, auch Personal Post genannt. Die Frankiermaschine gab es in fünf tollen Farben: Rot, Blau, Gelb, Grün und Anthrazit. Sie hatte acht Werbedrucke an Bord, war über ein integriertes Modem verbunden, wurde später noch mit einer Waage ausgestattet und war die erste Inkjetmaschine in diesem Segment. Senior Product Manager André Dykier: „Innerhalb von drei Jahren haben wir 25.000 Stück davon installiert.“
Im Bild unten präsentiert er eine aktuell topmoderne Lösung zur Brief- und Paketfreimachung, die möglicherweise der Renner des Jahres 2020 wird.
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Das erste Jahrzehnt dieses Jahrhunderts war geprägt von neuen Maschinen wie der ConnectPlus, die farbige Aufdrucke auf den Briefumschlag bringt.
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Im neuen Jahrtausend positioniert sich Pitney Bowes für die Zukunft als globales Technologieunternehmen. Engagiert wird die digitale Transformation des Unternehmens vorangetrieben. „Wir revolutionieren weiterhin die komplexe Welt der Postbearbeitung und des Paketversands für all unsere Kunden mit unseren Angeboten“, sagt Burkhard Heihoff, Geschäftsführer Pitney Bowes Deutschland.
Dies repräsentiert mit der SendPro C (im Bild mit „Pit“, dem Teddy) eine komplette Poststelle für Brief- und Paketversand mit minimalem Platzanspruch und integrierter Versand-App.
Und über die Relay-Kuvertiermaschine realisieren die Kunden von heute ihren Postversand – integer und DSGVO-konform.
Das Unternehmen mit den Wurzeln in der analogen Postverarbeitung versteht sich nicht als Opfer, sondern als Treiber der Digitalisierung.
„Nie habe ich ans Weggehen gedacht ...“
Heidrun Geiss, Sales Operations bei Pitney Bowes Deutschland, stieg als Lehrling ins Unternehmen ein. Am 100. Jahrestag des Unternehmens ist sie genau 43 Jahre bei Pitney Bowes.
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Es sind die unterschiedlichen Menschen, die engagierten Profis, die das Unternehmen seit einem Jahrhundert erfolgreich machen und ihm den Weg in die nächsten hundert Jahre ebnen.