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Test: Kodak Alaris Scan Station 730EX Plus

Test: Kodak Alaris Scan Station 730EX Plus

Die Arbeitsbedingungen im Zuge der Coronapandemie haben eines deutlich gemacht: Unternehmen, die ihren Posteingang konsequent digitalisieren, sind klar im Vorteil, wenn sie ihre Mitarbeiter im Homeoffice auf dem aktuellen Informationsstand halten wollen. Dokumentenscanner bilden dafür die Voraussetzung – so auch die Scan Station 730EX Plus von Kodak Alaris, die FACTS einem Test unterzogen hat.


Professionelle Dokumentenscanner sind dafür da, analoge Unterlagen in die digitale Welt zu überführen. Auf diese Weise wird die Suche nach Informationen erheblich vereinfacht, es bleibt zusammen, was zusammengehört, Papierberge schmelzen dahin und so auch der manuelle Aufwand, der mit der Pflege von Aktenordnern verbunden ist. Vor allem aber stehen die Informationen den berechtigten Personen auch ortsungebunden zur Verfügung. Wie wichtig das ist, haben Unternehmen spätestens während der Corona-krise erfahren, als sie ihre Mitarbeiter ins Homeoffice schickten: Wo kein Zugriff aus der Ferne möglich war, konnte nur sehr eingeschränkt gearbeitet werden – die Anwesenheit im Büro war zumindest zeitweise erforderlich.
Die besten Voraussetzungen für dezentrale, reibungslose Dokumentenprozesse erfüllen Netzwerkscanner, die Dokumente automatisiert und ohne Umweg an der richtigen Stelle ablegen können. Die produktive „Netzwerker“-Serie Scan Station von Kodak Alaris hatte FACTS vor ein paar Jahren bereits im Test und ihr die dynamische Workflow-Fähigkeit bescheinigt (siehe Ausgabe 7-8/2015, Seite 104). Vor Kurzem hat der Hersteller die Serie um das Modell Scan Station 730EX Plus ergänzt, das noch mehr Vorteile insbesondere in Sachen Sicherheit bieten soll. Das wollte sich die Testredaktion genauer ansehen und hat ein Exemplar bestellt.
Die neue Scan Station verfügt über einen eigenen Prozessor und lässt sich ohne PC direkt in das Unternehmensnetzwerk integrieren. So kann der Administrator alle eingebundenen Geräte von einem Ort aus verwalten und die Nutzer speichern ihre Scans direkt am Zielort.

Zuverlässige Verarbeitung

Die Hardware entsprach im Test allen Erwartungen: Über den Vorlageneinzug für 75 Blatt wurden Dokumente aller Art – ob dünn, dick, klein, extrem lang, rund oder zerknittert – zuverlässig durchgezogen. Der Ultraschallsensor erkannte Mehrfacheinzüge. Verkehrtherum gescannte Dokumente wurden automatisch gedreht. Auch die Dokumententrennung mittels Barcode funktionierte einwandfrei. Für einen einheitlichen Papierstapel mit dieser Menge benötigte die Scan Station wenig mehr als eine Minute. Auch die Bildqualität hielt, was frühere Modelle bereits leisteten: Selbst blasse Bleistiftnotizen, Texte in einer Schriftgröße von einem Punkt sowie Listen mit filigranen Linien wurden in Originalqualität kontrastreich wiedergegeben. Bei schief eingelegten und geknitterten Vorlagen verbesserte die integrierte Software Perfect Page das Ergebnis sogar.
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KOMFORTABLE SICHERHEIT: Die Plus-Version der Scan Station ist mit Windows 10 IoT Enterprise ausgestattet und nutzt dessen Sicherheitsfeatures.

Einfache Bedienung

Die Bedienung nimmt man über den 9,7 Zoll großen LCD-Touchscreen vor. Hier sind die gebräuchlichsten Funktionen über Icons und Kacheln abzurufen, die sich allen Testredakteuren größtenteils selbst erklärten. Unternehmenstypische Anwendungen lassen sich hier ebenfalls anlegen – etwa die dokumentenspezifischen Einstellungen einschließlich Speicherort in der gewünschten Geschäftsanwendung auf dem internen Server oder in der Cloud, auch mehrere Ablageorte sind möglich sowie die Übertragung an einen Drucker oder per E-Mail. Im Vergleich zu einfachen Scannern, bei denen die Dokumente nach dem Scannen vom USB-Stick oder PC-Ordner aus verteilt werden müssen, bringt das eine enorme Arbeitserleichterung und Minimierung von Benutzerfehlern.

Sicher im Netzwerk

Für die im Netzwerk erforderliche Sicherheit sorgen beispielsweise Benutzerauthentifizierung und die Erstellung verschlüsselter PDFs. Darüber hinaus verfügt die Scan Station 730EX Plus über erweiterte Sicherheitsfeatures, die der Hersteller neu eingeführt hat. Die Plus-Version ist mit Windows 10 IoT Enterprise ausgestattet und nutzt dessen LTSC-Servicemodell – das steht für Long Term Servicing Channel. Damit verbindet sich der Scanner täglich mit dem Microsoft-Server, um Sicherheits-Updates zu laden, und zwar weckt es ihn – sofern die Grundeinstellungen beibehalten werden – nachts um 3 Uhr aus dem Energiesparmodus und bringt ihn auf den neuesten Sicherheitsstand. Aufwendige Windows-Funktions-Updates bleiben dabei außen vor, weil die Scan Station sie nicht benötigt. Die Remote-Wartung wurde über die Umstellung von Windows 8 auf Windows 10 wesentlich erleichtert. Integratoren können zudem ihre eigenen Scan-Applikationen auf den Scanner aufspielen und müssen nicht zwingend die herstellereigene Software nutzen.

Anja Knies

FAZIT: TESTURTEIL

Urteil der Redaktion

Neben der von der Serie bekannten ausgereiften Hard- und Software verfügt die Scan Station 730EX Plus über wichtige Sicherheitsvorkehrungen. Administratoren und Integratoren können den Nutzern Features bereitstellen, die über die vom Hersteller vorgegebenen hinausgehen und unternehmensspezifische Anforderungen erfüllen. Dadurch hat die bewährte Scan Station ihr „Plus“ redlich verdient.
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Produnkt:  Scan Station 730EX Plus
Beschreibung:  Netzwerkscanner
Anbieter:  Kodak Alaris
Preis:  2.105 Euro exkl. MwSt.
Kontakt:  www.alarisworld.com
Beurteilung
Installation:
Bedienung:
Produktivität:
Zuverlässigkeit:
Qualität der Scans:
Sicherheit:
Preis:
Gesamtergebnis:
Sehr gut