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Test: Kodak S3000 Serie von Kodak Alaris

Test: Kodak S3000 Serie von Kodak Alaris

Darf’s ein bisschen mehr sein?

Diese Frage hört man an der Fleischtheke häufig, doch auch bei Scannern ist sie berechtigt: Wo Tag für Tag viele Papierdokumente in digitalen Umlauf gebracht werden sollen, ist ein einfacher Arbeitsplatzscanner sicher nicht richtig am Platz. Bei der neuen Serie S3000 von Kodak Alaris handelt es sich um netzwerktaugliche A3-Produktionsscanner – also echte Arbeitstiere, die große Mengen zügig verarbeiten und für ein Tagesvolumen bis 25.000 Blatt ausgelegt sind. Stellvertretend für die Serie hatte FACTS das Modell S3060f im Test.

Ein wesentliches Merkmal eines auf die schnelle Dokumentenverarbeitung spezialisierten Scanners ist der Einzug. Deshalb hat ihn FACTS auch in diesem Test gründlich herausgefordert und mit Vorlagen aller Art „gefüttert“. Das Ergebnis war hervorragend: Stärkere Kartonagen, kleine Visitenkarten, schmale, dünne Kassenbons, runde Postkarten und selbst feines Pergamentpapier – alles im bunt gemischten Stapel – bereiteten dem Einzug keine Probleme, nichts blieb stecken oder wurde gar zerknüllt.

Im Normalfall nimmt das Papier dabei eine Kurve und landet wieder ordentlich gestapelt oben auf der Vorderseite, wo es bequem zu entnehmen ist. Für die Nummer sicher hat der Hersteller dennoch mit einem geraden Papierdurchzug vorgesorgt: Bei Bedarf kann man sich empfindliche oder besonders dicke Belege auf der Rückseite des Geräts ausgeben lassen.

Flachbett als Ergänzung zum automatischen Einzug

Eine weitere Besonderheit in der Ausstattung ist das Flachbett: Können oder sollen einzelne Dokumente nicht über den automatischen Einzug verarbeitet werden, lassen sie sich über das A4-Vorlagenglas erfassen. So benötigt man für Bücher, Kreditkarten oder geheftete Papiere keinen separaten Scanner, von dem aus die Images dem Workflow manuell zugeführt werden müssten. Kodak Alaris bietet grundsätzlich ein Flachbett – auch für A3 – als Zubehör, doch wie hier, kompakt in den Scanner integriert, nimmt es keinen zusätzlichen Platz ein, weshalb der Redaktion das Kombipaket gut gefiel.

Durchsatz

Der Durchsatz des Scanners ist beachtlich. Der Hersteller gab als Leistung 60 Blatt beziehungsweise 120 Seiten pro Minute an. Wie in jedem Test stoppte FACTS die Zeit, die der Scanner für diese Menge Normalpapier (A4 mit 80 g/m2 Stärke) benötigte. Nach 60 Sekunden hatte er stets seine Tätigkeit beendet. Ein- oder zweiseitiges Scannen ebenso wie Farbe und Schwarzweiß beeinflussen die Scangeschwindigkeit nicht. Der integrierte leistungsfähige Prozessor sorgt zudem dafür, dass auch datenintensive Bilder den Arbeitsfluss nicht aufhalten.
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Vorlagen aller Art: Der automatische Einzug verarbeitet gemischte Stapel ohne Probleme. Für Zeitschriften oder andere ungeeignete Dokumente hat er ein Flachbett integriert.

Bildqualität

Die Scanqualität entspricht genau den hohen Erwartungen, die die Redaktion aufgrund vorhergehender Tests von Scannern des Herstellers hat. Auch dieses Gerät arbeitet mit der PerfectPage-Technologie, die im Hintergrund das Beste aus den Vorlagen herausholt: Sie rückt schief eingelegte Dokumente optisch gerade, dreht verkehrt herum eingelegte Dokumente dem Text entsprechend um, entfernt Streifen, die durch Falzkanten oder Knitter entstehen, löscht beim Duplexscan leere Rückseiten und „schärft“ die Bildqualität, damit Texte maschinell les- und damit durchsuchbar werden und Fotos dem Original entsprechen, ohne dass sich der Nutzer mit irgendwelchen Einstellungen auseinandersetzen muss. Im Test hat sich der Scanner bei all diesen Aufgaben sehr gut geschlagen und auch blasse Dokumente, farblich hinterlegte Formulare sowie filigrane Grafiken sauber wiedergegeben.

Profile im Vorfeld festlegen

Für die automatisierte Übergabe der Daten an das Archiv und die anschließenden Workflows lassen sich Profile einrichten. Das geht bereits mithilfe der integrierten Software.

Je nach Dokumentenart oder -klasse werden unterschiedliche Formate gewählt, Farbe oder Schwarzweiß, hohe oder niedrigere Auflösung, ein- oder zweiseitig eingestellt und das Ziel festgelegt. Über den virtuellen Drucker lassen sich die Images darüber hinaus mit Stempeln, beispielsweise dem Eingangsdatum, versehen, die ebenfalls im Vorfeld formatiert werden.

Kein Testredakteur hatte Schwierigkeiten, ein solches Profil zu definieren und es zu nutzen. Der Typ „Rechnung“ beispielsweise scannte einseitig schwarzweiß und legte die Dokumente nach der Sichtprüfung als PDF im Netzwerkordner „Rechnungen“ ab: Auf diese Weise kann man große Mengen an Dokumenten einfach „wegscannen“ – die Ablage erledigt sich von allein. Wirklich reibungslos – weil in Echtzeit und mit vielen zusätzlichen Features – läuft dieser Workflow mit der Software Capture Pro von Kodak Alaris, die der Hersteller für Scanner dieser Größenordnung auch empfiehlt.

Anja Knies

FAZIT: TESTURTEIL

Urteil der Redaktion

Die Scannerserie S3000 hat sich im Test als das richtige Hilfsmittel für hochgradig automatisierte Dokumentendigitalisierungs-Workflows im Netzwerk erwiesen. Der zuverlässige Einzug, die Produktivität und die Bildqualität lassen keine Wünsche offen. Für „Sonderlocken“ erweist sich das Flachbett als äußerst nützlich.

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Produnkt:  Kodak S3000 Serie
Beschreibung:  A3-Produktionsscanner mit ADF und Flachbett
Anbieter:  Kodak Alaris
Preis: ab ca. 3.400 Euro exkl. MwSt.
Kontakt:  www.alarisworld.com
Beurteilung
Ausstattung:
Installation:
Bedienung:
Produktivität:
Zuverlässigkeit:
Qualität der Scans:
Gesamtergebnis:
Sehr gut