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Warenfluss beim Modehaus Marc Aurel

Warenfluss beim Modehaus Marc Aurel

Stets im Einklang mit der modernen Welt

Für eine mühelose und vor allem schnelle Abwicklung beim Warenein- und -ausgang von Marc Aurel sorgen eine eigens entwickelte Software sowie RFID-Etikettendrucker von Toshiba.


Bei Marc Aurel hat die Liebe zur Mode 365 Tage im Jahr Hochsaison. Am Unternehmenssitz in Gütersloh arbeiten etwas mehr als 100 Mitarbeiter mit Leidenschaft daran, dass Design sowie Qualität, Passform und Verarbeitung stets den hohen Marc-Aurel-Premium-Standard erfüllen, der seit der Gründung der Firma im Jahr 1972 gilt und inzwischen weltweit geschätzt wird.

Meinung

„Beim unkomplizierten Nachdruck von Etiketten leistet die Software ,EPC Label‘ in Kombination mit dem robusten und schnellen RFID-Drucker B-EX4T1 von Toshiba gute Unterstützung.“
Erasmus Herold
Erasmus HeroldIT-Leiter bei Marc Aurel

Logistische Abläufe in Gütersloh

In jeder Saison stellt Marc Aurel zwei neue Hauptkollektionen mit jeweils vier Themen vor. Hinzu kommen die Teile aus der NOS (Never Out of Stock)-Kollektion, also Artikel, die ständig am Lager verfügbar sind. Somit wird das Zentrallager in Gütersloh zum Umschlagplatz von unzähligen Einzelartikeln, die zunächst im Wareneingang korrekt erfasst und einsortiert und später im Warenausgang – entsprechend der vorliegenden Bestellungen – ordnungsgemäß zusammengepackt und verschickt werden müssen. „Logistische Abläufe zu verbessern ist seit jeher unser Anspruch“, sagt Erasmus Herold, IT-Leiter bei Marc Aurel. „Unser Ziel ist eine schnellere und fehlerfreie Abwicklung kompletter Aufträge.“
In der Vergangenheit erfolgte das Handling der Artikel mittels Barcode-Erfassung, das heißt, jeder einzelne Artikel wurde anhand seines Etiketts per Hand gescannt. Auf diese Weise wurden zum Beispiel von vier Mitarbeitern im Wareneingang während eines Acht-Stunden-Arbeitstags in mühsamer Kleinarbeit insgesamt maximal 3.500 Artikel erfasst.
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Effiziente RFID-Lösung gesucht – und gefunden

Zur Optimierung der Workflows befasst sich IT-Leiter Herold bereits seit vielen Jahren mit RFID (Radio Frequency Identification). Diese Technologie unterstützt mit kontaktfreier Warenerfassung und erkennt Produkte sogar in verschlossenen Kartons. Das Auslesen der Informationen erfolgt via Funk, wobei der Sender nicht einmal gesehen werden muss. Anders als beim Einsatz von Barcodescannern ermöglicht die Erfassung durch RFID das gleichzeitige Lesen vieler Etiketten auf einmal.
Speziell für den Warenein- und -ausgang hat Herold daher die Software „RFID Management Studio“ entwickelt, die bei Marc Aurel im Einsatz ist und den Mitarbeitern die tägliche Arbeit unglaublich erleichtert. Beim Wareneingang von Hängeware lassen sich hiermit beispielsweise Kleidungsstücke während ihrer Vorbeifahrt innerhalb von Sekunden erfassen, dokumentieren und prüfen. Bei Kartonware werden Dutzende Produkte zeitgleich erfasst und angezeigt, obwohl der Karton verschlossen bleibt. Ist der Inhalt eines Kartons nicht sortenrein, das heißt, ein Artikel passt nicht zur Vorgabe, erhält der Mitarbeiter einen entsprechenden Hinweis über den Bildschirm und kann eingreifen. Nach erfolgreich abgeschlossenem Wareneingang erfolgt die automatisierte Übermittlung der Daten an das Warenwirtschaftssystem.
Im Warenausgang ist ein fehlerfreier Versand zum Kunden wichtig. Das „RFID Management Studio“ erleichtert dem Mitarbeiter das Zusammenstellen seiner Sendung: Die Ware wird gegen den vorgegebenen Lieferschein gescannt, was fehlerhaft gepackte Pakete und ungewollte Retouren verhindert.

Erhebliche Zeitersparnis

Durch den Einsatz der RFID-Technologie bearbeitet heute ein einzelner Mitarbeiter im Warenausgang circa 2.500 Artikel – pro Stunde! Eine enorme Zeitersparnis also, die zudem mit einer Minimierung möglicher Fehlerquellen einhergeht. „Wichtig ist, dass die Mitarbeiter die Arbeitsweise von RFID verstehen“, erklärt Herold. „Dann können sie ihren Aufgabenbereich so gestalten, wie es für sie praktikabel ist. Wir machen ihnen keine Vorgaben.“
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HOHE EFFIZIENZ: Durch den Einsatz der RFID-Technologie bearbeitet heute ein einzelner Mitarbeiter im Warenausgang circa 2.500 Artikel pro Stunde.

Team aus Software und Drucker

Eine weitere Optimierung konnte Marc Aurel beim Druck der benötigten RFID-Etiketten erzielen. „Unser Aufkommen an RFID-Etiketten liegt bei 1,5 Millionen pro Jahr“, berichtet der IT-Leiter. „Beim Neu- oder Nachdruck möchten wir möglichst viel in Eigenregie durchführen, damit es nicht zu unnötigen Ausfallzeiten oder Verzögerungen kommt.“ Die Lösung: Die Software „EPC Label“ für den flexiblen Druck von RFID-Etiketten kombiniert mit dem RFID-Industriedrucker B-EX4T1 von Toshiba.
„RFID-Etikettendruck selbst abwickeln zu können, ist wichtig. Ein Etikett kann fehlen oder der Anhänger durch eine Retoure beschmutzt worden sein“, erläutert Herold. „Beim unkomplizierten Nachdruck unterstützt ,EPC Label‘ in Kombination mit dem robusten und schnellen Toshiba B-EX4T1 RFID Drucker. Ein tolles Team.“ So sind bei Marc Aurel bereits mehrere Druckarbeitsplätze mit RFID-Etikettendruckern von Toshiba ausgestattet, weitere sind in Planung. Interessierten ITlern und Logistikern bietet Erasmus Herold gerne einen offenen Austausch zu den Möglichkeiten via RFID an.

Graziella Mimic
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INFO
Marc Aurel Textil GmbH

Im Jahr 1972 begann Inhaber Reinhold Richter mit der Entwicklung und Produktion von Damenhosen. Bereits 1979 wurde eine komplette Damenkollektion entwickelt. Die Markterfordernisse führten im Jahr 2003 zur Einführung des More-Seasons-Konzepts (zwei Hauptkollektionen pro Saison mit jeweils vier Themen). Permanent neue Ware an den Verkaufspunkten war der Leitgedanke dieser Entwicklung, der bis heute Gültigkeit hat.

Nach erfolgreichem Aufbau des Heimatmarkts Deutschland ging die stetige und schnelle Internationalisierung der Marke voran. Nach Österreich folgten die Schweiz, die Benelux-Staaten, Großbritannien, Irland, Skandinavien und Osteuropa. Heute ist Marc Aurel in fast allen europäischen Ländern distribuiert. Die Märkte in Kanada, den USA, in Australien und in Asien befinden sich im Aufbau. Marc Aurel mit Sitz in Gütersloh (Westfalen) zählt heute international zu den erfolgreichsten mittelständischen Modeunternehmen.